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Nachbericht

Nachbericht_2. Tagebuch Slam_Amstetten_23.03.18

„Dieses Rendez-vous, wie es die Franzosen nennen würden.“

Liebes Tagebuch,

es hat sich gelohnt, dran zu bleiben. Beim 2x funktioniert alles besser. Gut, dass ich wieder nach Amstetten gekommen bin. Nicht gekommen, was du wieder denkst, bin mit dem Zug angereist. Doppelt so viel Publikum wie beim letzten Mal und super lokale Teilnehmer*innen.

DANKE an alle, die dabei waren, mitgeholfen und mitgemacht haben und im Herbst dann wieder kommen. 

21 Jahre Altersunterschied (1969-1990), 4 Niederösterreicher*innen, 1. Tagebuch Eintrag bei 2 mit 12 Jahren und bei 2 mit 15 Jahren, 3 schreiben noch Tagebuch und einer treibt sich lieber auf Social Media Kanälen herum. Gratulation an die Siegerin: Katharina und danke an alle Held*innen des Abends: Melissa, Ingrid und Max.

Was ich sonst noch so mitgeschrieben habe?

„Morgen Abend habe ich ein Date mit dem süßen Kassier vom Spar.“

„Zur Zeit bin ich wieder solo, am liebsten würde ich was mit Susi anfangen.“

„Bernd will jetzt auch mit Susi gehen.“

„Sonja ist super, so weit wie mit ihr, war ich mit Petra nach 5 Monaten nicht.“

„Sonja hat um 10 Uhr gehen müssen, aber ich habe dann später noch mit Ruth geschmust.“

„Meine Mutter hat geglaubt, dass ich besoffen bin, sie hatte recht.“

„Mit der halte ich es einige Zeit aus, ich stehe auf sie.“

„Einmal hat mich so ein halbgrindiger Punk angeredet, ich habe nichts verstanden, habe aber nein gesagt.“

„Der Mama kann ich es nicht sagen, dass ich mich ansaufe, obwohl sie es eh weiß. Sie kommt mir immer mit dem Scheiß-Jugendschutzgesetz.“

„Ich weiß nicht, was ich am Mittwoch zu Jürgen sagen soll. Diese Beziehung hat keinen Sinn. Er ist einen Kopf kleiner wie ich.“

„Ich muss schauen, dass ich das Bad und Klo aufräume, dann gibts vielleicht ein wenig Geld und das brauche ich für den Wien Besuch.“

„Außerdem hat Jürgen gestern mit mir wegen dem Roland gestritten. Und ich habe saftig ins Gras gebissen. Aber ich werds ich schon noch zeigen.“ 

„Schule ist doof. Ich bin nach 2 Wochen schon wieder ferienreif.“

„Ich warte sehensuchtsvoll, dass die Verdauung einsetzt. P.S.: Das Leben ist grausam und schmerzvoll.“

„Oh, der Marc, sabber, schmach, schwärm. Ein richtiger Traumtyp.“

Ja, ich bin über den Marc hinweg. Ich habe letzten Freitag jemanden kennen gelernt und er ist ein Jahr jünger als ich. Und er ist ein bisschen Emo. Er ist eh ein ganz Netter und nein, er ritzt sich nicht. Und er ist ein bisschen schmutzig, passt also super.“

Wir haben uns geeinigt, dass der Altersunterschied zu groß ist und sind nun getrennt.“

„Er legte ihren Arm um sie und sie hatten sich lieb.“

„Wenn du denkst, dann denkst du. Wenn ich denke, dann verzweifle ich. Ich denke, du denkst, er sie es denken. Und alle wissen wir gar nichts.“

„Montag bis Donnerstag war ich jeden Tag bei Susi. Wir haben viel geschmust und geredet. Auch übers miteinander schlafen. Reden tut sie viel, aber dann zieht sie den Schwanz ein.“

„Ich werde sie schon noch rumkriegen.“

„Die Sabine fährt auch auf mich ab, die ist nicht die Schönste, aber einen Stich wäre sie schon wert.“

„Sibylle ist total aufs Bumsen aus, vielleicht geht es sich noch bis Montag aus.“

„Wir haben Schluss gemacht, wir haben dann noch ein bisschen geschmust und so, aber es ist aus.“

„Um 23.15 Uhr sollte ich schlafen, aber ich habe den unheimlichen Drang, was loszuwerden. Aufjedenfall fühle ich mich sehr reif, wofür auch immer.“

„Scheiß Gesellschaftsdruck! Ich brauche keinen Kontakt zu Jungs, vor allem nicht zu denen, die am Tanzen interessiert sind.“

„Ich ernähre mich veganisch. Ich habe noch nicht mal ein Buch über Veganismus, ich laufe Gefahr Mangelerscheinungen zu haben.“

Wir haben viel gelacht ... Die schönsten Geschichten schreibt eindeutig das Leben ... 

Danke: Esther von Mado Event Solutions, Thalia für die 1000 Schilling Taschengelderhöhung für die Siegerin und die Tagebücher, Holzbaum Verlag für den Büchergutschein für den 2. Platz.

Bis bald.

Deine *Diana*

Nachbericht_11. Tagebuch Slam_Salzburg_21.03.18

„Und schon wieder was dazu gelernt: Bleib nie bei einem Typen hängen, der nicht besser ist, als die Handbrause. Weiser Spruch, was?“ 

Liebes Tagebuch,

sitze nun im Zug nach Wien, hatte mal einen Tag bei Sonnenschein in Salzburg. Ja das gibt es dort auch ;-))

Gestern war ein gelungener Abend, über 100 Zuschauer*innen, die bester Laune waren und voll motiviert. 4 geniale Tagebuch Vorleser*innen, die alle nicht in Salzburg aufgewachsen sind (aber 2 leben nun dort). 32 Jahre Altersunterschied (1961-1993), 2 Oberösterreicherinnen, 1 Steirerin, 1 Südtirolerin. Der 1. Tagebucheintrag war mit 8, 9, 11 und 14 Jahren. Das 1. Tagebuch hat eine vom Christkind, eine von den Eltern, eine von Freundin Kristina und eine von der Taufpatin bekommen. 

Meine Heldinnen: Christa, Desiree, Roswitha und Andrea (Siegerin). Gratulation und Danke an alle!

Übrigens, war heute der 111. Tagebuch Slam und bis dato sind 353 unterschiedliche Teilnehmer*innen am Start gewesen, chapeau!

Es wurde von Beginn an, viel, sehr viel gelacht:

„Nach dem Essen sind wir mit meinem Bruder zum Doktor gegangen, weil sich seine Haut von den Füssen schält.“

„Danach haben wir Schuhe für den Markus (Bruder) gekauft.“

„Leider kann ich heute nur mit Bleistift schreiben, weil wir gerade umbauen und ich die Füllfeder nicht finde.“

„Schreckliche Nachricht: Linus raucht (nur ab und zu).“

„Der Volker ist saudumm. Er ist total kindisch und beschissen. Der Georg ist auch voll beschissen.“

„Der Didi, einer aus der 3b, will mich fragen, aber ich steh nicht auf ihn.“

„Habe leider den Diario Schlüssel verloren. Das Schloss mit einem Messer aufgeknackt und mir in die Hand geschnitten.“

„Habe den Tagebuch Schlüssel in meiner Brieftasche gefunden.“

„Heute ist ein schöner Tag, ich bin 11 Jahre geworden, jetzt kann ich mir die Bravo kaufen, yes, yes, yes!“

„Heute habe ich die Orale (Prüfung) gehabt.“

„Leo tut mir ja so leid, mich grüßen ja immer so viele anderen Burschen und er kennt anscheinend kein einziges Mädchen, er grüßt aufjedenfall keines.“

„Der 2. Kuss war besser, jetzt möchte ich sofort wieder.“

„Ich habe ihn dauernd angesehen (wie kann man nur so verdammt fesch sein?).“

„Er: Ich habe eine Freundin. Sie: Kann man da nichts machen?“

„Verloren habe ich nichts. Ich weiß, wo ich stehe bei ihm. Und ich habe mehr Selbstvertrauen, das Leben dreht sich weiter.“

„Ich bin schon wieder in Andi verknallt, dagegen kann ich nichts machen, er ist halt voll süß.“

„Dann erzählte ich, wie ich meinen Ex-Freund geliebt habe, aber so viele Dinge fallen mir gar nicht ein.“

„Mein Herz rasst, wie ein Meerschweinchen auf Speed.“

„Ich glaube langsam, der Berni hat recht gehabt, mit einem Badeanzug schaut dich keiner an. Tja, tja, ich werde mir wohl auch einen Bikini zulegen müssen, wenn ich nicht für den Rest meines Lebens Single bleiben will. Das kann so nicht weiter gehen, wenn ich nicht als alte Jungfer sterben will.“

„Die Jungs wollen heute zu uns Fensterln kommen, aber wir wissen noch nicht, ob wir die Fenster zu oder offen lassen.“

„Ich will gar nichts von Markus, aber ich brauche trotzdem einen Freund.“

„Der Roland war so hässlich, dass ich ihn nicht gerade viele Zeit widmete.“

„Ingrid hat die Oberlippe voll Blaserl und ich habe die Lutschflecken schon fast weggebracht.“

Es ging heiß her in Salzburg. Ich komme wieder, keine Frage, dauert ein wenig, da ist ein Sommer dazwischen, im November sollte ich wieder im Kleinen Theater sein, genauer Termin folgt. Lasst es euch gut gehen.

Danke an das Team vom Kleinen Theater und die Sponsor*innen: 1000 Schilling Gutschein vom Falter Shop, Tagebuch von Schreibkult, Seife von Tiroler Reine. Auf bald.

LG aus dem Zug, 

*diana*

Nachbericht_1. Tagebuch Slam_Triebwerk_Wiener Neustadt_17.03.18

„Ich hasse sie! Meine Eltern wollen mir alles versauen.“ 

Liebes Tagebuch,

wer rechnet damit, dass es Mitte März nochmals volle schneit und frau sich vom Bahnhof Wiener Neustadt im Schneetreiben zum Triebwerk kämpfen muss? So war das gestern. Ich will endlich Frühling!!! Mir reichts!

Ich kann es daher niemanden für übel nehmen, dass er gestern nicht unbedingt das Haus verlassen wollte. Doch für die, die es getan haben, hat es sich gelohnt. 4 Held*innen haben ihr Bestes gegeben und mit ihren Tagebuch Einträgen aus den 60er Jahren bis 2003 zum Lachen gebracht.

Das Team vom Triebwerk war auch total lieb und gastfreundlich, so gefällt mir das ;-))

Roswitha, Edith und Katharina haben sich auch sehr wohl gefühlt und Pablo hat seinen Job als „Kerstin“ sehr gut gemacht. Ich bin ja gespannt, ob er seine Tagebucheinträge aus Kindestagen noch findet (hat als 4jähriger seinem Papa seine Tagebucheinträge diktiert, weil er ja noch nicht schreiben konnte, wie süß ist das denn?). 

Hier ein „Best of ...“

„Die versauen mir das ganze Leben. Die wollen mich isolieren, ich hasse sie so sehr.“

„Ich scheiß auf alles! Arschlöcher! Die behandeln mich wie ein Kleinkind. Die sind so Arsch. Die depperten Wixer.“

„Habe heute meinen 1. Liebesbrief bekommen, ich werde ihn für immer aufbewahren.“

„Aber warum schreibt er so ausführlich vom Ball und wie spät er heim gekommen ist? Das war nicht schön, er weiß doch wie eifersüchtig ich bin.“

„Heute habe ich meinen 1. Kuss bekommen. Einen echten. Eher unangenehm.“

„Er hat äußerst wenig Ehrenabstand gehalten. Naja, man schweigt. Es wäre falsch schlecht zu denken.“

„Es war toll, wir haben nichts geredet, nur geschmust.“

„Ich möchte den Leo nicht mehr sehen, ich mag ihm nicht mehr. Aber vor der Matura kann ich auch nicht mit ihm Schluss machen.“

„Wir saßen im Wohnzimmer, gemütlich war anders.“

„Die Party war urgeil! Das war die beste Party auf der ich je war, aber der Tequila war grindig.“

„Tanzen ist die schönste Art, sich zu berühren.“

„Der Georg hat gesagt, dass ich toll bin, weil ich sogar mit gebrochenem Fuss besser tanze, als die Anderen.“

„Er ist 28 und ich bin 15.“

„Er sieht ganz brauchbar aus.“

„Wie lange kann ich meine Unschuld noch bewahren?“

„Der Murat hat gefragt, ob ich mit ihm schlafen möchte. Naja, alles das gleiche Gsindel.“

„Fürchterlich, beinahe hätte er mich überredet. Aber ich habe durchgehalten. Murat wäre wirklich ein toller Liebhaber.“

Siegerin: Katharina, nur gut, dass ihr Eltern nicht im Publikum waren ;-))

Es war mir eine Freude.

Bis bald liebes Tagebuch.

Deine *Diana*