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Nachbericht

Nachbericht_74. TAGebuch Slam_01.12.2019

„Wir haben geredet, wer seine Eltern schon beim Sex gehört hat. Sissi meinte, ihre Eltern sind nicht so Schweine. Die meinte das Ernst! Die glaubt wirklich, ihre Eltern treiben es nicht.“ 

Liebes Tagebuch,

Ich bin noch total müde, muss dir aber von Gestern erzählen. Wo soll ich anfangen? Ich habe geglaubt, dass wir es dieses Mal nicht schaffen, ausverkauft zu sein, aber dem war dann anders. Auf mein Publikum ist einfach Verlass. Freude! Eher enttäuschen war, dass in meinem Adventskalender nur Schokoherzen drinnen sind, aber das ist eine andere Geschichte … Zurück zum Abend, 3 hatten ihr erstes Mal beim TAGebuch Slam und wieder mal tolle, neue Talente. Danke an die Heldinnen: Livia, Martina, Sabina und Gratulation an die Siegerin Sophie.

22 Jahre Altersunterschied (1974-1996), Battle zwischen 70er und 90er Jahrgängen. Aufgewaschen in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Südtirol.

Eine Teilnehmerin hat uns mit in ihre Mittzwanziger genommen, da durchlebte sie nochmals die Pubertät mit Jörg. Mit einer 12jährigen sind wir nach England geflogen, damals wurde im Flieger noch geraucht. Überhaupt das Rauchen war großes Thema: Am Spielplatz, am Schulklo, überall. Und dann noch das Gespräch mit den Freundinnen, ob sie ihre Eltern auch schon beim Sex gehört haben …Bei einer anderen Teilnehmerinnen drehte sich alles nur um Sepp. Außerdem hatte sie das Kondom von ihrem ersten Mal eingeklebt. Nicht nur die leere Verpackung, sondern da gebrauchte Kondom mit Erdbeergeschmack! Leider nicht mit Sepp … Und dann, dann war da noch der Typ aus der 3b. Die absolute Geilheit!

Das war schon ein kleiner Vorgeschmack, hier noch mehr:

„Denken ist ein Wahnsinn. Wie ich denk, beeinflusst alles.“

„Hätte Max vorher fast ein SMS geschrieben. Überlege wie es mit Max wäre, weil er der einzige Anwärter ist.“

„P.S.: Wenn du schon alles weißt, dann erzähle es nicht weiter.“

„Mein Berufsziel: Gymnasium fertig machen bis zur 8.“

„Im Flieger war neben uns ein komischer Typ, er hat uns gleich eingeraucht.“

„Bei der Einreise haben sie mich gefragt, was ich hier mache. Holidays. Das geht die eigentlich nichts an.“

„Nachher sind wir auf den Spielplatz gefahren und haben geraucht.“

„In der Pause sind wir aufs Klo gegangen, um zu rauchen.“

„Heute habe ich der Conny zwei Watschen gegeben, weil sie durch die Klasse schreiben wollte, dass ich die Regel habe.“

„Liebes Tagebuch, es tut mir echt leid, dass ich dir so lange nicht mehr geschrieben habe. Bitte hilf mir, dass ich mich nicht mehr verstelle, wenn ich Sepp sehe.“

„Bitte Tagebuch, Gott, Erzengel, normale Engel, erfüllt mir meinen Wunsch, macht das Sepp mal zu mir kommt (erst wenn mein neues Zimmer fertig ist).“

„Manchmal denke ich, dass ich ihn liebe und dann wieder hasse ich ihn.“

„Er ist anders als die Anderen. Er zeigt seine Gefühle nicht, aber das macht ihn aus.“

„Ich möchte, das mich mal jemand umarmt. Ich weiß, ich verlange viel, andere Kinder geht es viel schlechter.“

„13 Jahre bedeutet Enttäuschung und Verletzungen. Scheiße.“

„Ich war gerade in Paris, ich habe alles gesehen. Es war total cool. Und wir sind sogar in einem Hotel gewesen. Der Tata hat sich das was kosten lassen.“

„Ich will nicht in Paris leben, weil alles so leuchtet. Ich bin ein Landkind.“

„Da ist der Typ aus der 3b. Er hat mich vor kurzem angesprochen. Bzw. Er hat mich gefragt, ob ich Geld wechseln kann.“

„Der 3b Typ ist Vergangenheit. Der Julian ist die Zukunft.“

„Wenn man von Natur aus dünn ist - cool. Wenn man von Natur aus dick ist - geil. Vielleicht werde ich mal Designerin.“

„Wir haben volle getanzt und geschwitzt wie Schweine. Und dann auf einmal haben wir gelullt (=schmusen). Das war die reinste Geilheit. Mit dem Julian war es so geil. Vielleicht wars auch der Schnaps.“

„Ich trinke jetzt das 3. Bier. So gescheit, ein 3. Bier zu kaufen.“

„Werde morgen aufhören zu trinken und zu rauchen.“

„Am nächsten Tag kaufte Mama mir Binden, aber die passten nicht in meine Unterhose.“

„OB´s sind cool!“

„Ich habe zu weinen angefangen, weil er mir in die Augen geschaut hat.“

„Wir sind an ihrer Garderobe vorbei gegangen. Auf einmal standen sie nackt da. Toller Tag heute.“

„Ich werde versuchen, den Skikurs so genau wie möglich zu schildern.“

„Wir haben getanzt wie in `La Boum`.“

„Mich hat nur der Heinz gefragt. Ich habe nein gesagt.“

„Die Sabine hat schon mehr Verehrer als ich gehabt. Ich habe noch keine gehabt.“

„Mein Busen ist zu klein und unter den Achseln sind noch keine Haare, sonst habe ich auch keine Haare und die Regel habe ich auch nicht. Ich bin 13. Langsam wird es mir zu blöd.“

„Meine Eltern haben sich richtig lächerlich aufgeführt.“

„Das war die beste Party auf der ich war. Ich habe fast niemanden gekannt.“

„Klaus hat mit mir getanzt. Ich befürchte, der Billy hat ich dem empfohlen.“

„Er hat mir gesagt, dass er mir auf alle Fälle schreibt.“

„Schaut aus, als hätte er in nächster Zeit nicht viel Zeit.“

„Der Max mein großer Bruder hat gesagt, dass es nur ein One-night-stand war.“

„Auch wenn es nur ein One-night-stand war, ich habe alles gehabt, was ich wollte. Ich habe mit dem Julian gelullt.“

„Ich muss dir meinen ersten Kuss beschreiben: Wir haben beide geschwitzt. Wie die Focken, aber weil wir ein Deo gehabt haben, haben wir gleichzeitig geschwitzt und gut gerochen. Er hat meinen Mund gesucht und gefunden. Seine Zungentechnik ist erwähnenswert. Bzw. überwältigend, ja, dieses Wort habe ich gesucht.“

„Gut, dass ich seine Nummer nicht habe, ich hätte ihm sofort geschrieben.“

„Habe ihm eine SMS geschrieben: Sind wir jetzt zusammen oder sind wir in der Kennenlernphase?“

Ach, die Pubertät war/ist schon anstrengend …

Danke an die Sponsoren für die tollen Preise: Paper Republic, Moduletto, Tiroler Edle, TAG. Danke an die Teilnehmerinnen, das Publikum, das auch fleißig gespendet hat, weil 1.12. ist nicht nur erster Advent, sondern auch Weltaidstag und am Ausgang wurden Spenden gesammelt.

Im Dezember gibt es gleich noch 2 Termine in Wien: 15.12. im TAG und 16.12. im MQ beim Wintererwachen. 

Bis dahin.

Brav bleiben …

Deine *diana*

Nachbericht_30. Tagebuch Slam_Innsbruck_29.11.19

„Am Abend, als ich gerade auf ihn sitze und sein Pfeiferl zum 1x spüre, geht die Tür auf und Mama kommt mit Mickey rein.“

Liebes Tagebuch,

ja, es funktioniert auch an einem Freitag in Innsbruck, wenn noch dazu Poetry Slam in der Bäckerei ist, beide waren wir ausverkauft, wie cool ist das? Ich war ganz durcheinander, weil ich sonst immer Sonntag in der Stadt bin, da ist weniger los und nun war total viel los, weil ja auch Black Friday. Habe seit langem wieder mal in Innsbruck geschlafen und war danach unterwegs, mit meinem Rollkoffer, das hat zu irritieren Blicken geführt … Ich mag Innsbruck noch immer gerne … 

Nun aber zu meinen Heldinnen, 34 Jahre Altersunterschied, 1963, 1989, 1996, 1997. Aufgewachsen in 4 verschiedenen Bundesländern: Vorarlberg, Niederösterreich, Wien und Burgenland. Alle schreiben noch Tagebuch. 1. Eintrag war mit 8, 10 und 12 Jahren (2x). 2 haben das 1. Tagebuch von der Mama bekommen, 1 von der Goti und 1 von den besten Freundinnen der Mama.

Natürlich habe ich wieder viel gelacht und nebenbei für dich mitgeschrieben:

„Seit dem 23. Februar 2010 stehe ich auf den Armin. Er war und ist mein Held.“

„Ich will keine Liebe, nur Freundschaft. Wobei, ich suche nach dem Boyfriend in ihm.“

„Ich bin mir absolut sicher, dass Armin mich liebt, weil es so ist!“

„Ich passe immer den Moment ab, wenn er geht, dann gehe ich zufällig auch.“

„Wir gehen schweigend, fast nebeneinander die Stiege hoch. Er nimmt noch einen Abstecher aufs Klo.“

„Er hat mich gefragt, ob ich mir das Minus in Bio ausbessern möchte. Das ist das Flirten der Streber.“

„Ein grauenhafter Tag, es gibt viel Schlechtes zu sagen, das ich aber nur meinem Tagebuch anvertraue. Es gibt kaum mehr Hoffnung für uns.“

„Ich liege gerade auf dem Bauch in meiner ersten, eigenen Wohnung. Und ich bin froh, ohne Cosy an meinem Po.“

„Ich weiß gar nichts, nur dass ich wieder weg will, auf Reisen.“

„Buchhändler können verdammt intrigante Wixer sein.“
„Ich hätte gerne einen Bauernhof im Waldviertel, finanziert von einem Lotto Sechser.“

„Ich bin immer noch ganz geil, huh und hätte schon wieder Lust.“

„Ich bin 12 Jahre alt und ein sehr ordentlicher Mensch und ich hoffe, es bleibt so.“

„Das ist meine Mutter, aber ich finde, sie könnte sich ein bisschen ändern, denn sie furzt und rülpst.“

„Also begann ich mich langsam, in ihn zu verlieben.“

„Ich weiß nicht, ob ich mir das eingebildet habe, aber ich glaube, er hat sich ein paar mal auf seinen Penis gegriffen.“

„Ich bin froh, dass ich nicht mehr in Alex verliebt bin (denke ich zumindest).“

„Ich möchte Filme drehen, die nie wieder vergessen werden.“

„Maxi. Süßer Typ. Stopp, das muss ich nun genauer erzählen.“

„Drogen werde ich wahrscheinlich schon nehmen, erst in 10 Jahren, wenn ich verlassen und arbeitslos bin.“

„Er sieht so unerfahren und jung aus und ist es glaube ich.“

„Ich gebe es auf. Armin ist nicht in mich verliebt. Er will mich nicht haben: 40%. Er will mich haben: 40%. Er schaut aus dem Fenster: 9%. Sonstiges: 11%.“

„Vielleicht wollte mich der Schlingel nur verführen, mit seinen schönen Augen.“

„Unter der Woche näheren wir uns langsam und am Wochenende wächst der Abstand wieder rasant.“

„Wie wohl sein Tagebuch aussehen würde?“

„Beni fragte mich, ob ich schon einmal an einem Tag mit 3 wild herum gezüngelt habe? Es scheint er schon. Ich bin traurig.“

„Kannst du die Susi nicht mal kitzeln? P.S.: Er meinte es pervers!“

„Danny hat gesagt, dass ich nicht die Figur für eine Prostituierte habe. Heißt das, ich bin zu dick?“
„Ich bin 15 geworden, das reicht dann wohl!“

„Schlimmster Tiefpunkt des Tages: Als ich die Zitrone fallen ließ.“

„Versäumen sie nicht, die nächste Folge von Julia und Manfred. Sex am Arbeitsplatz. Hihi. Wie wäre es mit einer schnellen Nummer im Lager?“

„Ich habe bis jetzt ein recht fideles Leben geführt, um das mich recht viele beneiden.“

„So ein cooler Typ. Er war ein Fabian, Kurt, Max und Daniel in Einem. Ein vollendeter Traum.“

„Er hat mir in die Augen geschaut, wie ein wildes Tier.“

„Du bist was Besonderes. Wie ein warmer Wintertag oder wie Schnee im Sommer. Du bist der Wahnsinn.“

„Max drängt mich, weil das Kondom im August abläuft.“

„Gestern hat er mir geschworen, dass wir für immer zusammen bleiben. Sehr schöner Gedanke, aber sehr naiv.“

„Er hat meinen Busen gesehen! Und ihn sogar abgeleckt! BIST DU DEPPAT! Das war`s dann wohl … Kindheit adé!“

„Wir kommen vielleicht ins News. Solche Fotografen haben für eine Reportage („Alkoholkonsum bei 12 - 14 jährigen“) Fotos von uns gemacht … mit Bierflaschen in der Hand. Voll gestellt. Aber wenigstens haben wir gratis Ottakringer dafür bekommen.“

„Nachwort: Zuerst will ich mal allen klar machen, dass ich dieses Buch nur für mich geschrieben haben. Ich möchte nicht bei allen bedanken, die in diesem Tagebuch vorkommen.“

Ich bedanke mich bei allen auf der Bühne, hinter der Bühne, vor der Bühne und die, die das ermöglichen, den Sponsoren: Paper Republic, Moduletto, Tiroler Edle, Holzbaum Verlag.

Ich sitze im Zug mit Verspätung nach Wien und freu mich jetzt schon auf mein Bett. Bis zum 31. Tagebuch Slam im Treibhaus Innsbruck, wieder an einem Sonntag, 26. Jänner 2020.

Kuss und Schluss jetzt.

Deine *diana*