Nachbericht_4. Tagebuch Slam_Cinema Paradiso/St. Pölten

"Conny, sei nicht deppert, du kannst nicht ewig keusch bleiben."

Liebes Tagebuch, 

so, nun bin ich wieder munter und ich schulde dir ja noch den Nachbericht von gestern Abend. 

Also, das war so: Mein Tag gestern war schräg. Erster ist mir beim Mittagessen ein Betrunkener in den Tisch gefallen und dann hat mir am Nachmittag eine Kellnerin einen Kaffee drüber geleert. Alles Voraussetzungen für einen gelungenen Abend ... 

Es wurde besser, gut so. Cinema Paradiso ausverkauft, da kommt bei der Ankunft gleich Freude auf und ja, ich mag St. Pölten und die St. PöltnerInnen! Denn auch bei schönstem Sommerwetter kommen sie zum Tagebuch Slam. Danke! 

Ein paar Fakten zu den TeilnehmerInnen: 

4 neue KandidatInnen, 14 Jahre Altersunterschied, Jahrgänge 1974-1988, 3 Frauen/1 Mann, 1. Eintrag mit 11, 12 bzw. 14 Jahren, 1 in Wien, 1 in St. Pölten, 1 Südburgenland, 1 Oberbayern aufgewachsen, alle schreiben noch in irgendeiner Form (Kurzgeschichten, Reisetagebuch, Facebook und richtiges Tagebuch) und 3 haben die Tagebücher von den Eltern bekommen. 

Schöne Vorrunde, da wurde gleich viel gelacht, auch selber auf der Bühne. Und dann das Finale, die Entscheidung viel schwer. Es war nicht eindeutig, wir mussten mehrmals wiederholen, neuer Brauch in Österreich und die Kuverts konnten wir leider nicht verenden ... Schlussendlich stand die Siegerin fest- Conny. Jimmy wird die Wahl nicht anfechten, we will see. Gratulation und DANKE an alle (Ingrid, Jules, Jimmy, Conny). 

Hier noch ein paar Zitate vom gestrigen Abend: 

"Mein Freund Gregor hat in der Schule heute Hallo zu mir gesagt."

"Gregor und ich sind getrennt."

"Ich bin verliebt, er ist 12 Jahre älter als ich, aber das ist mir egal."

"Er ist ursüß und manchmal schaut er auch her."

"Ich finde es auch noch immer toll Single zu sein, da kann man sich ganz auf die Familie konzentrieren."

"Mein Berufswunsch: Gentechnikerin, ich habe großes Interesse am Klonen."

"Sand, Sand und nochmals Sand, überall dieser Scheiß Sand."

"Meer, Meer, Meer und noch mehr Meer mit waves, nächstes Jahr fahre ich nicht mehr mit meinen Eltern auf Urlaub."

"Es war wirklich schön, der Stefan gefällt mir, er hat mir meine Nase gebrochen, jetzt ist sie krumm."

"Die Mama von der Lisi hat mich ordentlich gefüttert."

"Heute ist mir klar geworden, was für ein Pech ich habe, dass ich nicht berühmt bin."

"Stefanie hat gesagt, ich sei fesch, mit offenen Haaren, vor allem geschminkt."

"Französisch Quali verschissen, in einer Stunde mein ganzes Leben zerstört."

"Conny, sei nicht deppert, du kannst nicht ewig keusch bleiben."

"Warum kann er nicht auch Jungfrau sein, scheiße warum ist er so erfahren?"

"P.S.: Ich möchte keine Pickel haben."

"Mit Josi am 15. Mai probiert auf dem Feld, schass, aber am 21. Mai richtig, seit dann jedesmal, wenn wir uns sehen."

"Erstes Mal Frauenarzt- urcooler Typ."

"Komisch auf Skorpione reagiere ich sehr allergisch, ich bin typisch Waage und kann mich nicht entscheiden."

"Was ich mir im Leben vornehme: 1. Den Andreas Niedermair verprügeln. 2. Bei den Philharmonikern spielen. 3. Einen 1 in Englisch." 

"Fick Düsseldorf, Hildegard!"

😘 Deine Diana

Nachbericht_4. Tagebuch Slam_Kleines Theater/Salzburg_12.08.16

„Nicht nur dir tut viel weh, auch Burschen haben Gefühle.“ 

Liebes Tagebuch,

nun habe ich schon wieder so lange nicht in dich geschrieben. Tut mir leid, aber die letzten Tage waren recht spektakulär. Wo soll ich bloß anfangen?

Also, nachdem der 2. Tagebuch Slam in Vorarlberg so gut gelaufen ist, bin ich am Rückweg in Salzburg ausgestiegen, für ein Sommer Special. Im Vorfeld habe ich geschwitzt, weil Ferien und noch dazu langes Wochenende, über 20 Absagen von etwaigen TeilnehmerInnen, meine Nerven waren nicht mehr vorhanden, kennst mich ja, wie ich da immer ausflippe. Ich habe Absagen von überall her bekommen: Kambodscha, Kroatien, Italien, Kärnten, Griechenland, Zürich, Wanderurlaub, Festival und Eine hat einen Termin für Hochzeitfrisurprobestecken ;-))

Tja, irgendwie schaffe ich es dann doch immer und es sind liebenswerterweise 3 Leute aus Wien angereist, ja wirklich, kein Schmäh, Tom, Stefan und Melina, meine HeldInnen und nicht zu vergessen, der lokale Star – Lisa (die sich ab sofort 4fach Siegerin von Tagebuch Slams nennen darf, das hat noch niemand vor ihr geschafft!). Gratulation an dieser Stelle (!). Ich habe das (!) von Toms Beiträgen übernommen ...

Was für ein lustiger Abend, super TeilnehmerInnen, bestes Publikum (mit treuen Fans aus Wien, die extra angereist sind, meine Helden: Sven + Kurt!!!!!, Wahnsinns Betreuung vom Team Kleines Theater und längste, lustigstes Afterparty ever! Ich will gleich wieder nach Salzburg, bei so lieben Menschen.

Soll ich dir was verraten? Die Afterparty war so lustig, ich muss zugeben, der Gin Tonic ist geflossen, dass ich direkt in der Früh in den Zug nach Wien gestiegen bin und auf die Hochzeit gegangen bin, ja, ich wollte nochmals jung sein und kann es noch immer. Dabei hätte ich so eine liebevolle Schlafstätte gehabt, es war sogar mein Handtuch als Herz geformt am Bett, so lieb von Kaadi und Mel, beim nächsten Mal dann ... 

So, nun aber zum Abend, 4 TeilnehmerInnen, d.h. es durften alle 2x lesen, was bei dem Material sehr wünschenswert war, weil es wurden nur die heißesten Stellen vorgetragen, aber Hallo, Schamgefühl war gestern. Natürlich habe ich für dich wieder die besten Zitate festgehalten: 

„Unser Skikurs hat sich in einen Schmusekurs verwandelt.“

„Einmal sind die Lehrer mit uns Einkaufen ins Dorf gegangen, das war vielleicht peinlich.“

„Weiße Short = rot. Ich gehe im Bikini Hose kaufen.“

„Oh, mein Gott, er mag mich auch. Nur die Entfernung, aber er mag mich.“

„Ich würde gerne erwachsen sein.“

„Eigenes Geld haben muss lustig sein.“

„Ich will schon wieder küssen.“

„Ich möchte auf eine Insel, vielleicht mit dem Frank und zwei Frauen.“

„Ich hasse Yoko Ono – sie ist schuld daran, dass sich die Beatles getrennt haben.“

„Vielleicht habe ich ja einmal im Leben Glück.“

„Ich führe ein Tussifonbuch.“

„Ich habe mehr technisches Verständnis, als vermutet.“

„Die Italienerinnen sind genauso komisch, wie ihre Namen.“

„Die Gastmutter ist eine pensionierte Kampfzwergin.“

„Schule ist extrem abgefuckt.“

„Ich bin dann mit Valentin und dem Schaf, keine Ahnung, wie er wirklich heißt, raus.“

„Das Schaf ist ein Volltrottel. Er ist ein Wunderkind und hat eine Sondergenehmigung zum Unterrichten. Wo kommen wir dahin, wenn schon die 16 jährigen unterrichten.“

„Was soll denn das, bin ich das Hausschwein.“

„Scheiß Irland! Wo sind die Terroristen, wenn man sie braucht?“

„Als sich unsere Augen gesättigt hatten (!).“

„Es wurde zum Mittagessen geschlagen.“

„Das Essen war köstlich.“

„Den Nachmittag hatten wir frei (freie Zeit).“

„Geweckt wurde ich ziemlich unsanft, nämlich so, dass Patrick auf mir lag.“

„Unser Name: Die absoluten Gewinner, auch wenn wir selbst nicht ganz daran glauben.“

„Er ist klug, aber kein Streber (ungefähr auf meinem Niveau).“

„Er hat Humor und ist kein Mädchenfeind.“

„Hat er wirklich zu mir rüber geschaut?“

„Ich dachte, ich träume, aufwachen und Mädchen.“

„Hilde sieht total gut aus, aber das bleibt unter uns.“

„Die Bettina ist nicht mehr so aktuell. Ich steh jetzt auf die Kathi.“

„Ich fühle mich alleine, ich hätte gerne Geborgenheit.“

„Es soll ein aussagekräftiger Brief sein.“

„Nicht nur dir tut viel weh, auch Burschen haben Gefühle.“

„Ich bitte dich, mich ein paar Tage nicht anzusprechen.“

„Gestern war ich in einer Nacktbar und habe 380 € ausgegeben.“

„Der Typ ist einfach ein Traum von Mann. Der ist sogar beim Schlafen geil zum Ansehen.“

„Die Lisa findet ihn auch ganz geil und die Mama auch.“

Ach, was haben wir gelacht und wie haben wir den Abend gefeiert. Ich freu mich auf den 19. Oktober 2016, denn da findet dann der 5. Tagebuch Slam im Kleinen Theater statt. Mal schauen, was mich da erwartet.

 

Bis dann, ich geh nun Schwimmen.

Deine *Diana*