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Nachbericht

Nachbericht_1. Tagebuch Slam_USUS am Wasser_05.07.20

„Der Sex war total schwitzig und ich musste die ganze Zeit oben sein. Das war total anstrengend.“ 

Liebes Tagebuch, 

Nun habe ich dir schon so lange nicht mehr geschrieben, es tut mir total leid, aber die Fledermauspest ist dazwischen gekommen, eh schon wissen, 4 Monate Zwangspause. Aber nun bin ich wieder zurück und der Tagebuch Slam auch. Ich hatte gestern mein erstes Mal @USUS am Wasser. Es hat sich noch ein wenig ungewohnt angefühlt, aber das wird schon wieder werden. Einen wunderschönen Ort hat da USUS geschaffen! Ich hätte mir für ein Zurückkommen auf die Bühne keine schöneren Ort aussuchen können. Liebe Menschen auf der Bühne, hinter der Bühne, im Publikum, einfach überall. Das hat so gut getan, danke für den Support an alle! Und dann noch mit Sonnenuntergang, so einen starken „Scheinwerfer“ hatte ich noch nie … 

Endlich mal wieder herzhaft befreit lachen, das hat so gut getan. Meine Held*innen: Tanja mit ihren Ratschlägen ihrer Oma, Anika mit dem Lese-Stern-Test, Kerstin mit dem Machoarsch und Clemens mit seiner Essenauflistung. Die schlechten Dates von Kerstin haben überzeugt und sie hat gewonnen. Sie wird beim großen Finale, am 26. Juli 2020 nochmals lesen, da geben die Sieger*innen der 3 Sonntag nochmals ihr Bestes und Roswitha ist auch mit dabei. Tickets gibt es hier. 

11 Jahre Altersunterschied, 3 Niederösterreicher*innen, 1 Oberösterreicherin. 3 schreiben noch Tagebuch. 1. Tagebuch haben 2 von der Mama, 1 von der Oma und 1 von einer Freundin bekommen. 1. Tagebuch Eintrag war mit 7, 10, 13 und 14 Jahren. 

Natürlich habe ich für dich mitgeschrieben. Here we go …
Ach ja, der Abend hat lustig begonnen, ein Fan hat ein Schild hochgehalten: „Tanja ich will ein Kind von dir.“ 

„Morgen ist mein schönes Leben vorbei. Ich werde 16. Jugend adé, Hängebusen olé.“
„Der Typ ist 27, also fast in Pension.“
„Ich brauche Training. Die Oma sagt nämlich immer, auf den alten Radln lernt man das Fahren.“
„Clemens, er ist mein Mann. Scheiße, der schmust schlecht. Ein einziger, rostiger Bob.“
„Daniel, ich will Kinder von dir. Lass uns Wörterliebe machen.“
„Heute habe ich etwas sehr schlimmes getan. Es fing damit an das ich meinen Freund Clemens besucht habe. Dann hat er mir etwas gezeigt was ich am liebsten nicht gesehen oder überhaupt davon gewusst hätte. Wir haben in der Schule immer einen Lesestern-Test den die Lehrerin aus dem Internet hat und der Clemens hat sich die Lösungen ausgedruckt! Er hat sie mir gezeigt und ich wäre am liebsten davon gelaufen! Er bat mich ihn nicht zu verpetzen aber ich hab es heute Frau Lehrerin erzählt.“
„Die letzten zwei Monate beschäftigt mich eine Frage: Was hat der Clemens nur gegen mich?!“
„Ich habe einen Freund. Den ich nicht kenne. Der mir unsympathisch ist. Den ich noch nie gesehen habe. Der mich abgöttisch liebt (denkt er zumindest). Der einzige Grund, weswegen ich nicht schlussgemacht habe, ist, dass es schön ist geliebt zu werden. Auch wenn diese Gefühle nicht auf Gegenseitigkeit beruhen und es sie höchstwahrscheinlich gar nicht gibt, da sie nur auf den Fotos von mir auf Netlog bestehen.“
„Ich glaube, ich bin lesbisch. Und in die Consy verliebt. Wie soll ich ihr das nur verklickern?! Sie einfach küssen? Damit rausplatzen? Vielleicht sieht die Welt morgen ja schon wieder ganz anders aus. Jedenfalls würde das erklären, warum ich bis jetzt nichts von Jungs wollte.“
„Zugegeben, ich stehe schon ein wenig auf die präpotenten Idioten.“
„Außerdem sieht er ziemlich gut aus. So gut, dass es mir egal ist, dass er die Twilight Filme mag.“
„Im Bett hatte er einen schlimmen Durchhängen, er hat es auch noch auf den Alkohol geschoben, den ich bezahlt habe!“
„Er hatte ein kleines Spatzi, ein sehr kleines Spatzi.“
„Ich glaube, ich bin jetzt endlich so etwas wie angesagt.“
„Ich schreibe ein Buch. Der Titel lautet: Die roten Fledermäuse. Das Buch wird ca. in einer Woche fertig sein. Also dann, bis morgen Tagebuch.“
„Morgen beginnt leider wieder die Schule. Ich freu mich schon auf das Mittagessen.“
„Heute war kein besonderer Tag, wie immer. Das Essen bei meiner Oma war köstlich. Es gab Reisfleisch.“
„Am Nachmittag habe ich mir Reich+Schön angeschaut.“
„Mein Bruder hat sich und mir Panini Sticker gekauft. Guter Junge!“
„Reich + Schön sahen wir heute nicht, naja man kann nicht alles haben.“
„Warum tun wir und das mit den BH`s an? Sogar die Hendln haben es in die Freilandhaltung geschafft.“
„Weil die Oma sagt immer, das Gesicht hört erst unter dem Busen auf.“
„Heute war ein sehr schöner Tag, weil wir keine Aufgabe hatten. Alexander B. War bei mir.“
„Ich freu mich schon auf das nächste Jahr - 1997.“
„Ich glaube, ich wäre urnett, wenn man mich mal kennenlernen würde.“
„Wird mein Tagebuch mal berühmt?“
„Jede Frau muss mal was mit einem Bad Boy gehabt haben. Vielleicht ändert er sich ja mir zu liebe?“
„Gekommen ist er nicht, liegt vermutlich an dem häufigen Drogenkonsum.“
„Warum verliebe ich mich immer in den Falschen? Werde mir ein Ratgeberbuch dazu kaufen.“
„Gekommen ist er wieder nicht. Ich auch nicht.”

Wir kommen wieder … jeden Sonntag im Juli 2020 @USUS am Wasser. 

CU there!

Herzlichst, 

Deine *diana*

Nachbericht_32. Tagebuch Slam_Innsbruck_1.3.2020

"Ich habe ihn dann einfach geküsst. Verliebt war ich vorher nicht. Aber ich habe die Schmetterlinge gespürt. Wie soll ich sagen, es hat sich nicht anders angefühlt, als wird man zur Stundenwiederholung aufgerufen und man hat nichts gelernt."

Liebes Tagebuch,

ja, ich bin in Tirol und ja, Innsbruck war wieder gut zu mir. Wie immer (das klingt jetzt eingebildet, aber es ist die Wahrheit) im Vorfeld ausverkauft. Da kommt Freude auf und wie. Ich habe den ganzen Sonntag Nachmittag die Sonne genossen, hatte das Vitamin D echt schon sehr nötig.

Abends dann 3 Niederösterreicherinnen am Start (die sind extra angereist, danke dafür: Angelika, Claudia & Nina) und eine Tirolerin, die überzeugte und den 1000 Schilling Gutschein von Paper Republic mit nach Hause nehmen durfte. Gratulation an Anna!

Es war ein Battle der 90iger Jahre Geborenen: 3x 1992 und 1x 1997). Alle 4 schreiben noch Tagebuch. Der 1. Eintrag war mit 6 und bei 3 mit 9 Jahren.

Es ging ums Rasieren, String, Schwiegerväter, Vampire, Pfarrer, Jungs, ...

Aber genug von meiner Seite, lassen wir die Teilnehmerinnen zu Wort kommen, mit Zitaten aus ihren Tagebüchern:

"Hoffentlich sehe ich morgen meine Schatz. Ich sah ihn und er sah mich und unsere Blicke hielten inne. Für mich war er einfach nur geil."

"Ich überlege mir eigentlich schon lange, ob ich mich mit 12 Jahren rasieren soll?"

"Die Buben schauen in meinem Alter noch nicht so auf die behaarten Füsse."

"Die Achselhaare kann man auch mit der Scherze kürzen."

"Ein 3. Klässler überlegt, ob er mit mir, einer 2. Klässlerin gehen würde. Mein Selbstbewusstsein steigt."

"Meine Eltern glauben, das ist nicht normal und meine Eltern glauben, Vampire verwirren mich."

"Ich will küssen und endlich erfahren, was echte Liebe ist."

"Ich möchte mich in jemanden zärtlichen verlieben, der mich sachte entjungfert. Ich möchte meine Unschuld an einen wahren Gentleman verlieren."

"Als wir dort ankamen, sahen wir IHN schon über den Trottoir spazieren. Den ... Jesus."

"Er will mit mir gehen. Ich traue mich nicht. Aber irgendwann muss ich wohl."

"Morgen will ich meinen ersten String in der Schule tragen. Morgen ist Matheschularbeit und ich werde meinen ersten String tragen."

"Ich habe meinen ersten String in der Schule angehabt. Jetzt bin ich 14, mein Leben fängt jetzt an."

"Ich habe seit gestern einen Freund. Wie ist das alles passiert?"

"Im Zeugnis habe ich alles 1er, bis auf Mathe. Egal, als Schauspielerin braucht man das nicht. Nur Talent, das habe ich."

"Ich bin nicht mehr Single. Es ging alles sehr schnell. Wo fange ich an?"

"Liebes Tagebuch, im Sommer werde ich mein Leben genießen. Ich kann deshalb schon voraussagen, du wirst dich vernachlässigt fühlen."

"Ich habe einen Rausch, zu viel Liebe in mir."

"Egal wie nett ich zu Mama bin, sie ist und bleibt eine Hure. Ich bin froh, dass sie dich nicht lesen kann."

"Heute ist mein letzter Tag als 12jährige. Morgen bin ich ein Teenie. Heute muss ich noch kindisch sein. Heute gehe ich mit meiner Mama schlafen und sie liest mir eine Geschichte vor. Morgen mit 13 muss ich mich parfümieren und einen String tragen."

"Ja, ich bin so gamsig. Gott sei Dank, Martina auch. Alle Männer sind geil. Egal ob älter oder mit Brustbehaarung."

"Vorige Nacht, das ist das Lustigste. Ich träumte, dass ich einen Pfarrer verführe, ich bin Sexgeil, wieso weiß ich nicht."

"Ich habe einen Knutschfleck. Von wem? Vom R. Aber mit dem A. habe ich auch gebärt. Ah Schlampen bin ich nicht, Schlampen ist relativ."

"Ich kenne niemanden, der meinen Ideal entsprechen würde. Niemand der meiner strengen Prüfung bestehen würde, wie ein Jemand aus dem 18. Jahrhundert."

"Ich schreibe das nicht, weil ich will, sondern, weil ich es fühle die Pflicht zu haben, es dir mitzuteilen."

"Liebes Tagebuch, das was ich jetzt schreibe, stellt mich in ein schlechtes, ein sehr schlechtes Licht. Ich habe viele Freundinnen. Meine schulischen Leistungen sind ganz okay. Ich bin fremd gegangen. Jetzt habe ich es sogar aufgeschrieben, für die Nachwelt festgehalten."

"Ich gebe zu, ich war gekleidet, ob ich Single wäre."

"Wir haben am Dancefloor alles gegeben. Aber ich musste um 11 Uhr zu Hause sein."

"Ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte. Aber plötzlich hat er mir die Zunge in den Hals gesteckt."

"Liebes Tagebuch, ich glaube, ich brauche eine Therapie. Seit meiner Fremdgehnacht, kann ich nicht mehr klar denken."

Was für ein Abend. Danke an alle. Bis bald, am 26. April wieder im Treibhaus in Innsbruck.

Gute Nacht.

Kuss und Schluss,

*diana*