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Nachbericht_4. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_4; Alois-Drasche-Park_05.09.2020

„Er ist ein absolut mieses Stück Dreck, aber das ich leider auch liebe.“

Liebes Tagebuch,

Ich habe dir noch gar nicht von gestern berichtet, aber ich war so beschäftigt, weil ich den heutigen Termin absagen musste. Leider, es ist eben schon Herbst und auf das Wetter ist kein Verlass. Es schüttet heute schon den ganzen Tag. Heute also kein Tagebuch Slam, dafür hängen wir einen Tag dran und machen nun das Grand Finale erst am Mittwoch im 4; Alois-Drasche-Park, da kennt man uns jetzt ja schon.

Aber noch zu gestern. 4. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020. Es war heiß, sowohl die Temperaturen, als auch die Einträge. Samstag ist dann doch recht los im Park und wir mussten gegen den Hintergrundlärm ankämpfen, aber wir haben gewonnen ;-))

49 Jahre Altersunterschied: 1948, 1979, 1980 und 1997. 1. Tagebuch Eintrag war mit 8, 10, 12 und 41 Jahren. Alle schreiben noch Tagebuch. Aufgewachsen sind die Teilnehmerinnen in: Wien, Niederösterreich, Burgenland und Deutschland. 

Wir haben gelernt, wie Streber*innen flirten, durften einem Urlaubsflirt mit Bademeister Luca in Italien lauschen, waren bei einem Segelurlaub mit dabei und haben von Keanu Reeves in „Gefährliche Brandung“ geschwärmt. Und merke: Jungs mit Sprachfühler sind süß.

Gratulation an die Siegerin Constanze und vielen Dank an alle Heldinnen: Christine, Jules und Katharina. 

Danke an die 12 jährige Glücksfee Melissa, sie hat ins Gästebuch geschrieben, dass es ihr gefallen hat, zu hören, wie es anderen 12jährigen ergangen ist. Ich würde sagen, alles richtig gemacht.

Kostprobe gefällig?

„Mein neues Lateinziel: Armin zu übertrumpfen.“

„Ich habe die SS unterstrichen, weil er so einen süßen Sprachfehler hat.“

„Ich freue mich, von Armin verarscht zu werden.“

„Er raubt mir den Schlaf, ich hoffe, dass das niemand liest.“

„Ich war auch schon in Wien. Eine große und faszinierende und dreckige Stadt. Dort darf ich nicht alleine in den Park gehen.“

„Nein, ich bin nicht für die Stadt geboren.“

„Ob er mal der Vater meiner Kinder wird?“

„Liebes Tagebuch, ich gebe dir jetzt mal einen Namen. Ich nenne dich jetzt Keanu. Weil Sebastian oder Tilmann ist fad, so heißen alle, aber Andreas, ist ein wundervoller Name.“

„Und überhaupt, er stottert so süß.“

„Papier ist geduldig. Das habe ich von der Anne Frank. Kennst du die?“

„Die Schule war langweilig, der Rest des Lebens auch.“

„Ach, es wäre gut, wenn ich früher leben würde. So im 18. Jahrhundert, da mussten die Jungs fragen, ob sie werben dürfen. Dann sagte ihnen der Vater oder der ältere Bruder ja oder nein.“

„Ich will IHN! Er ist auch so groß wie Andreas.“

„Ich vermisse David so, wie jemand seine Arme vermisst, wenn sie amputiert sind.“

„Ich möchte David jetzt sehen, aber er sollte mich jetzt nicht sehen, ich habe 5 Pickel im Gesicht.“

„Er: Darf ich dich küssen? Er hätte nicht fragen sollen, er hätte es tun müssen.“

„Ich habe es geschafft, ich habe ihn verzaubert.“

„Er freut sich wie ein Blinder, der sehend wird, mich wiederzusehen.“

„Ich weiß gar nicht, ob es ER war. Ich habe ja so etwas noch nie angefasst.“

„Sex, er soll es mir zeigen.“

„Ich habe mich daran gewöhnt, ein Schwein zu sein. Täglich nur Katzenwäsche am Schiff.“

„Das Meer ist eine große Mülltonne. Die Segler und Schwimmer lullen alle ins Meer.“

„Die Fische schlucken die Scheiße. Über die Fische gibt es keine Berichte. Was sagen sie dazu?“

„Wie wohl sein Tagebuch aussehen würde? Vielleicht denkt er exakt auch so über mich?“
„Er war und ist mein Held. Ich will keine Freundschaft mehr. Ich habe mich verliebt. Ich suche nach dem Boyfriend in ihm.“

„Mimi ist eine Freundin und zugleich eine Konkurrentin, sie ist auch eine Armin-Anwärterin.“

„Ich habe nichts zu tun, als herum zu sitzen, ich bin ja Teenagerin.“

„Ich habe mich in das Berühmtsein verliebt. Dann helfe ich den Armen und Gorillas.“

„Silvia ist doof. Sie sagt, Keanu ist doof. Die alte Hexen-Schlampe, kann sich ins Knie ficken.“

„Habe gerade die Einträge davor gelesen. Wow, so was kann ich schreiben? Seine Augen sind einfach so eine Inspiration für mich.“

„Den meisten Jungs muss man es auf die harte Tour sagen.“

„Ich höre jetzt auf, weil irgendwo habe ich gehört, zu viel nachdenken macht eine Frau hässlich.“

„Ich bin schon 15. Es ist eigentlich nur ein längeres Warten auf den Tod.“

„Meine Mutter sagte früher immer, sie möchte nicht so wie ihre Mutter werden. Dann ist sie doch so geworden.“

„Ich liebe ihn, aber er ist so ein verdammtes Arschloch.“

Wir haben wieder viel dazu gelernt, gelacht und haben an unsere Jugend gedacht.

Danke für alle, die dabei waren, mitmachen, das ermöglichen.

Kuss und Schluss,

*diana*

P.S.: Die genialen Fotos sind von David Samhaber, thx!

Nachbericht_3. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_4: Alois-Drasche-Park_04.09.2020

„Solo sein hat auch was geiles an sich, aber das kommt eh von selber wieder.“
„Ich schwimme in einem Meer voll Kummer und da ist kein Land in Sicht.“


Liebes Tagebuch,

Ich habe dir noch gar nicht erzählt, dass heute der 201 Tagebuch Slam war … wer hätte das je gedacht … und es war wieder so ein gelungener Tagebuch Slam im Park mit einer neuen Kandidatin (der 466 Teilnehmer*innen bis dato). Sie wurde großartig von ihren Freund*innen unterstützt und hat sogar eine Schultüte für ihren ersten Auftritt erhalten, soooooooooo süß.

So langsam macht sich eine Festivalmüdigkeit bemerkbar, David hat einen Muskelkater in den Armen, ich rede nur mehr in Tagebuch Slam Zitaten, aber es ist so schön, weil alles gut klappt, genügend Leute zuhören und wir neue Tagebuch Slam Fans gewinnen. Hatten gestern wirklich einen Zaungast, der vom Spielplatz aus gelauscht hat, was ihn erwartet, wenn seine Tochter mal eine Teenagerin ist ;-))) Vielen Dank nochmals an das Wir sind Wien.Festival 2020 für die Möglichkeit, es macht so Spaß!

Zurück zum 3. Tagebuch Slam im Park:

58 Jahre Altersunterschied, das muss mir erst mal wer nachmachen: 1939, 1984, 1994 und 1997. Alle sind in unterschiedlichen Bundesländern aufgewachsen: Burgenland, Niederösterreich, Kärnten und Wien. Sie schreiben noch alle Tagebuch und der 1. Eintrag war mit 8, 9, 10 und 15 Jahren. 

Wir hatten seit langem wieder mal einen Doppelsieg, da hat die Stichwahl von der Stichwahl und auch ein Einsatz von einem Notar nichts genützt, es wurden 2 Siegerinnen: Nina und Rafaela. Gratulation! Aber alle Teilnehmerinnen sind Heldinnen in Parks mit Männernamen: Danke auch an Eva-Maria und Lore. 

Wir haben erfahren, wie Frau als Teenagerin die Mama austrickst, dass Männer nur A-löcher sind, wie es sich anfühlt eine Vampirin zu sein und wie man als über 70ig Jährige beim FKK Baden einen Aufriss macht … 


Du willst Zitate? Du bekommst Zitate:

„Ich bin schon wieder drauf gekommen, dass Männer nur A-löcher sind.“

„Ich finde ihn schon süß, Angie findet ihn heiß.“

„Er möchte Sex, ich habe abgelehnt und gesagt, er soll sich in 1 bis 2 Jahren melden. Dann schaut es vielleicht ganz anders aus.“

„Ich würde nie was von ihm wollen. Glaub ich halt. Oder doch?“

„Ralph heißt er. Ja, ich weiß, Scheiß Name.“

„Ich glaube, meine Küsserei ist ganz erträglich.“

„Er ist viel älter als ich, findet mich aber sexy. Bei so einer Meldung von so einem Typen, ich bin schon stolz.“

„Ich mag ganz viel ausprobieren, aber vor dem Blasen graust es mir.“

„War heute Abend im Prater, der Mama habe ich gesagt, ich gehe ins Kino. Die Deppate wollte danach die Kinokarte sehen. Bin also ins Apollo und habe mir eine gekauft und bin dann in den Prater. 70 Schilling rausgeschmissen.“

„Ich habe heute wieder geraucht, ich bin wohl süchtig.“

„Wenn ich mal nicht mehr mit dem Andi zusammen bin, führe ich mich mit dem Jimmy auf.“

„Noch 5 Tage, dann habe ich Geburtstag. Endlich 16.“

„Es war urgeil mit ihm mit dem Moped, durch die Nacht zu fahren.“

„Thomas Pochert ist groß. Die Rolle ist ihm auf den Leib geschrieben. Diese Stimme, so muss ein Vampir klingen.“

„Ich werde Thomas Pochert einen Nachruf schreiben, damit er meine Trauer spürt.“

„Dein kräftiger Biss, den ich fühle, ja, du hast dich in mein Herz gesungen.“

„Meine Eltern glauben, ich lebe nur in meiner eigenen Welt.“

„Ich verstehe Vampire besser, als sie glauben.“

„Wenn es was zu Essen gibt, dann komme ich ohnehin.“ 

„Installateur ist er. Hat aber sehr gepflegte Hände, ganz glaube ich es ihm nicht.“

„Kein Härchen am Körper, ich glaube, die rasieren sich alle.“

„Ich frage, wie alt er ist. Als er 23 sagt. Ja, in dem Alter habe ich mein 1. Kind bekommen, der wird nächstes Jahr auch schon 50. Das hat gesessen.“

„Was soll ich mit ihm? Was er mit mir will, kann ich mir denken.“

„Wir haben einfach nur angebandelt und Spaß gehabt.“

„Ich habe echt keine Ahnung, wie ich das alles unterkriegen soll. Und meine Mutter muss mir auch noch glauben.“

„Er hat mir geschrieben: Schlaf gut, deine zukünftige Liebe.“

„Ich werde mich brav, elegant kleiden. Das wirkt reich, intelligent, reif, erwachsen und meine Mutter kann sich auch nicht beschweren, dass ich nuttig aussehe.“

„Sex gibt es beim 1. Treffen sicher nicht!“

„Wir haben vorher was geheizt. Nur wenig, es war nur kurz lustig.“

„Ich meine mich zu entsinnen, dass die Mayas für heute den Weltuntergang vorhergesagt haben. Jetzt ist es 22:46 Uhr und nichts ist passiert. Das ist doch erst der Beginn der Weihnachtsferien.“

„Ich weiß nicht. Kann es Liebe sein? Ich bin immer nervös, wenn ich bei ihm bin.“

4x geht es noch. Bin gespannt, was uns noch erwartet und kann es kaum erwarten. Jetzt noch 1x im Alois-Drasche-Park, dann Sonntag und Montag im 7. Bezirk, Josef-Strauß-Park und am Dienstag das Grand Finale (die Siegerinnen lesen nochmals) im Alois-Drasche-Park. Wer das versäumt, ist selber Schuld.

Ich geh mich nun Duschen und mach mich für den 4. Tagebuch Slam im Park fertig.

Herzlichst, 

*diana*

Nachbericht_2. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_4; Alois-Drasche-Park_03.09.2020

„Ich bin keine Jungfrau mehr, vor 4 Jahren habe ich noch mit Barbies gespielt und jetzt das.“

Liebes Tagebuch,

Haben uns heute eine Sackrodel besorgt, damit wir das ganze Zeugs besser von mir daheim in den schönen Alois-Drasche-Park transportieren können. Das hat ganz gut geklappt. Eben bin ich verzweifelt, weil ich es nicht geschafft habe, die Akkus der Tonanlage aufzuladen, aber gut, dass Karin immer erreichbar ist und mir geschrieben hat, welches Kabel und wie und überhaupt. Tja, ein Festival Tagebuch Slam „Betrieb“ ist ganz was Neues für mich. Dabei war das heute der 200. Tagebuch Slam bis dato! Wow, wer hätte das je gedacht …

48 Jahre Altersunterschied, Jahrgänge: 1941, 1966, 2x 1989. 1 ist in Kärnten, 1 in Wien und 2 in Niederösterreich aufgewachsen. Wir wurden mit auf eine Italienreise genommen, haben erfahren, was einem beim Älter werden quält, durften den Schilderungen des ersten Mals lauschen und Skilager mit Schlepplift fahren war auch dabei. Eine Teilnehmerin hatte ihr erstes Mal beim Tagebuch Slam. Danke an Margit, Agnes, Alexandra und Xenia. Gratulation Xenia zum Sieg. Ihre Mama war im Publikum und sichtlich stolz auf ihre Tochter. Sie hat auch zugegeben, dass sie mal das Tagebuch von Xenia gelesen hat, weil sie sich Sorgen gemacht hat …

Natürlich gibt es wieder was zum Nachlesen:

„Ich finde die deppate Lampen nicht, die der Meinige irgendwohin gestellt hat.“

„Links bin ich derrisch. Und ich kann es mir nicht abgewöhnen, in irgendein Glaser mein Teilgebiss zu geben.“

„Liebes Tagebuch, es tut mir leid, dass ich dir nicht früher geschrieben habe, aber ich hatte keine Zeit.“

„Ich bin mit ihm Schlepplift gefahren und habe nicht gemerkt, dass er in mich verliebt ist.“

„Ich habe mit ihm ganz normal geredet, wie mit einer Freundin.“

„Im Skikurs habe ich mit 4 Buben geflirtet. Die sind alle voll nett. Außer David, der ist nur nett.“

„Clemens ist zu brav, ich meine, er hat nicht mal ein Handy.“

„Am 11. Mai um 8.30 Uhr waren wir 100 Stunden zusammen, ich habe extra ein Plakat gemalt.“

„Ich wollte in eine Disco gehen, finde aber keine.“

„Ein schöner Ober steht an der Theke.“

„Ich überlege, ob ich ihm ein Wiedersehensverbot gebe. Ich möchte sowohl ihn, als mich für die begangenen Fehler bestrafen.“

„Maxi ist mir schon auf der Schulskiwoche aufgefallen. Das ist mein Pacey.“

„Wir haben 2 ganze Stunden, den beschissenen Naschmarkt gesucht.“

„Ich bin vor einer Frau weggelaufen, weil ich geglaubt habe, es ist meine Mutter.“

„Apropos Kuss. Wie küsst man eigentlich?“

„Dann haben wir uns auf einmal abkeilt. Er keilt besser als der Andi, aber das ist nicht schwer.“

„Von jetzt an, weiß ich nur mehr von Erzählungen.“

„Ich habe das totale Gefühlschaos, ich werde mir nochmals die Tarotkarten legen.“

„Das Schicksal ist das Drehbuch, doch wer ist der Autor?“
„Ich möchte mich bei allen bedanken, die in diesem Tagebuch vorkommen, ohne sie hätte ich dieses Buch nicht schreiben können.“

„Ich möchte neben ihm im Schaukelstuhl mit falschem Gebiss sitzen.“

„Es ist also passiert. Er war unglaublich. Leon hat uns seine Wohnung geborgt. Er hatte, naja ein kleines Problem.“

„Er hat meinen Busen gesehen und ihn sogar abgeleckt. Bist du deppat, das wars dann wohl, Kindheit adé.“


Tja, es ging uns wohl als Teenager*innen alle ähnlich … hätten wir das nur damals gewusst, wäre uns einiges leichter gefallen.

Es war wie immer eine Freude. Morgen/heute folgt der 3. Streich, 3. Tagebuch Slam wieder im 4. Bezirk im Alois-Drasche-Park um 18 Uhr mit: Lore (1939), Rafaela (1984), Eva-Maria (1994), Nina (1997).

DANKE an: Wir sind Wien.Festival 2020, die das alles ermöglich.
DANKE an: David fürs Schleppen und helfen.
DANKE an: Die bis dato 465 Teilnehmer*innen, ohne euch würde es nicht gehen. Ihr Held*innen.
DANKE an: Das Publikum für euren Einsatz, eure Freude, euer Lachen und den Applaus.
DANKE an: Paper Republic, Moduletto und Holzbaum Verlag für die tollen Preise.
DANKE an: Christian. Er hat mir das Herz gebrochen und mich zum Tagebuch schreiben gebracht.

Gute Nacht oder guten Morgen, je nachdem.
Herzlichst,
*diana*