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Nachbericht_78. TAGebuch Slam_18.10.2020

„Gestern habe ich mir ein Bravo gekauft. Es geht zwar um Sex, war aber trotzdem interessant.“

„Und so richtig süße Jungs gab es kaum in der Disco: Nur so 5-6 Stück.“

Liebes Tagebuch,

Es geht ja doch noch oder wieder, ist eine Betrachtungssache. Das „neue ausverkauft“ hätten wir geschafft, yeah. Ich freu mich gerade so, weil das tut schon gut. Um ehrlich zu sein, sehr gut. Das Publikum war großartig, hat so applaudiert, als wäre nicht ein Sitzplatz neben ihnen frei und meine Teilnehmer*innen haben die Bühne wie Rockstars betreten …

2 Teilnehmer*innen hatten ihr erstes Mal beim TAGebuch Slam und es hat auch gar nicht weh getan, im Gegenteil tut danach gut, sich seinen Ängsten zu stellen.

18 Jahre Altersunterschied (1979-1997), 2 Niederösterreicher*innen, 1 Vorarlbergerin und 1 Deutsche waren auf der Bühne. 1. Tagebuch Eintrag war mit 6, 8, 10 und 12 Jahren. Alle schreiben wieder Tagebuch, yeah, ich habe mein Ziel erreicht. 

Das Publikum wollte sich nicht entscheiden, dann gab es ausnahmsweise 2 Siegerinnen: Lea und Jules. Gratulation. Aber auch Christoph und Melanie sind Held*innen und vielen Dank, dass sie uns mit ihren Reisetagebuch Einträgen in die Ferne entführt haben, wenn man derzeit schon nicht in echt weg kommt, dann eben in Gedanken. 

Ein paar Zitate für dich:

„Dieses Mal besuchte ich Oliver. Also umgekehrt, sonst ist er immer bei mir.“

„Wir machten einen Streifzug, durch die Gemeinde. Am Spielplatz legten wir eine Rast ein.“

„Olivers Papa wollte mir ein Meerschweinchen schenken, aber Oliver war nicht einverstanden.“

„Am Abend wurde noch ordentlich fern gesehen.“

„Zu Hause wurde der nicht gefangene Fisch in Form von Fischstäbchen gegessen.“

„Angeln in Griechenland. Ja oder nein? Die mitgebrachte Angel zeigte in Paros keine Verwendung.“

„Der Ernst des Lebens zieht wieder in die Familie ein: Schulbeginn.“

„Ungerechtigkeit Sparpaket: Unser Skikurs kann auch heuer stattfinden. Bei Verena nicht. Verena beschuldigt Busek.“

„Ich frage mich, was können wir Schüler für die 3 Millionen Schulden von Österreich.“

„Oliver und ich werden oft miteinander verwechselt. Ich bin sogar einmal für Oliver verprügelt worden.“

„Heute ist Nationalfeiertag oder Staatsfeiertag, ich hab es vergessen.“

„Der Nikolaus (Mama) hat mir gebracht …. .“

„Hatte heute einen Anruf: Hallo, da ist der Josef. Ich komme Samstag Samstag Nachmittag zu dir. Jetzt habe ich voll Angst.“

„Der Mama war ich heute voll egal. Ich komme aus dem Keller und sie sieht weiter fern.“

„Vor allem frage ich mich, warum ich das mache. Ich möchte am Liebsten zu Hause bleiben.“

„Inzwischen war Nico da. Ich habe es genossen und wir sind uns ein Stück näher gekommen.“

„Lisa und ich haben uns neben die Schlange gelegt, damit man sieht, wie lange sie ist.“

„Die Frau gab mir beim Einsteigen in den Bus kurz ihr Kind zum Halten. Das ist hier normal.“

„Tobias ist nicht böse oder so, er ist blöd. Er hat es nicht drauf, das macht ihn blöd.“

„Hey Zion, sag was geht? Sags mir ganz konkret!“

„Der Alte kapiert es einfach nicht. Ich liebe ihn, aber er ist manchmal zum Kotzen.“

„Aber leider ist er nicht in mich verliebt. Und ich bin nicht verliebt in ihn.“

„Themenwechsel: Selbstbefriedigung. Ich mache das 3-4x im Monat. Ich bin noch relativ neu in dem sexuellen Gebiet der Liebe. Es ist eher stille Erotik. Aber jetzt wird’s Zeit zum ins Bett gehen.“

„Mit 4 1/2 Stunden Verspätung fing der Urlaub schon unpünktlich an.“

„Malaria Test positiv. 3x Malaria in 5 Monaten.“

„Ich muss raus aus diesem Haus, sonst raste ich noch aus.“

„Ich habe mit Harry gechattet hinter Marions Rücken.“

„Ich habe meine Tage bekommen, das ist 2 Tage her und ich habe sie immer noch.“

„Sie nennt mich Streber, dabei habe ich nicht mal gute Noten.“

„Dann habe ich meine Zunge in seinen Mund gesteckt und er in meinen. Ich hatte sie zuerst zu weit reingesteckt in seinen Hals. Irgendwann fand ich es dann doch geil, erst eine Woche später. Er sagte, war doch ganz gut.“

„Er sagte: „Ich empfinde mehr für dich“. War also verliebt der Junge.“

„Dieses Mal hing meine Zunge nicht in seinem Hals.“

Viel Spaß beim Schmusen … 

Freu mich auf das nächste Mal, Schmusen und natürlich Tagebuch Slam, … 

Fühlt euch virtuell gedrückt.

Herzlichst,

*diana*

Nachbericht_77. TAGebuch Slam_20.09.2020

„Meine Mutter weiß viel zu viel über mich, das ist mein Pech.“ 

Liebes Tagebuch,

Wie oft habe ich die letzten 8(!) Monate diesen Abend herbei gesehnt. Endlich war ich wieder im TAG auf der Bühne. Es war ein schönes nach Hause kommen, aber gleichzeitig auch ein wenig irritierend. Musste mich immer daran erinnern, dass ich nicht in einem OP bin … Aber eh schon wissen, derzeit ist alles anders.

Mit Freuden habe ich den 10.000 Besucher, Christoph (bin ich froh, dass es nicht ein Christian war) ein TAG Sackerl mit Tagebuch, Tagebuch Eintrittskarte, Herzerl Luftballon und schwarzes Klopapier (lauter essentielle Sachen) überreicht. Wow, echt arg, dass ich schon 10.000 Besucher*innen alleine im TAG mit dem TAGebuch Slam in 7 Jahren beglückte, werde fast ein wenig nostalgisch. 

Daher zurück zum Abend:
Das Publikum war unglaublich. Hat gute Stimmung gemacht und die Teilnehmerinnen hatten alle ihr 1x beim TAGebuch Slam und was für eine abwechslungsreiche Runde. Es kamen sämtliche Themen der Pubertät aufs Tablett: Eltern sind Volltrotteln, Männer sind Arschlöcher, 1x rauchen, küssen ist so grausig, … 

22 Jahre Altersunterschied: 1979, 1984, 1986 und 2001 (so eine junge Teilnehmerin hatten wir noch nie, aber sie ist auch schon volljährig, diese Erkenntnis tut weh ;-)) 2 Wienerinnen, 1 Oberösterreicherin und 1 Norddeutsche. Danke an die Heldinnen: Rafaela, Sarah, Thora, Ria. Siegerin des Abends: Rafaela. Gegen die harte Wienerrealität hatte dann die norddeutsche Traumwelt doch keine Chance. 

Ich habe ein wenig für dich mitgeschrieben:

„Meine Eltern benehmen sich wie die ärgsten Volltrotteln. Ich darf nur bis 23 Uhr ausgehen.“

„Wenn die wüssten, was ich wirklich alles mache, würden sie mich sowieso daheim einsperren.“

„Da man sich bei meinen heiligen Eltern nicht normal anziehen kann. Habe ich zum Wechseln, meinen Minirock in der Handtasche.“

„Wir tussen uns auf.“

„Man muss es ja genießen, dass einem alle anschauen (vor allem die süßen Typen).“

„Ich möchte, dass Nil sich in mich verliebt.“

„Ich werde nicht weiter kämpfen, weil er ein Arschloch ist.“

„Ich liebe so eine gewisse Person. Dessen Namen ich nicht erwähne, weil sonst das nicht vorhandenen Abendessen hoch kommt. Er liebt meine beste Freundin.“

„Ich glaube, dass ich in Clemens verknallt bin, aber ich weiß es nicht.“

„Ich bin blöd. Ich wollte unbedingt mit Tobias abhängen. Immerhin ist er 14.“

„Gestern habe ich das erste Mal geraucht. Einerseits toll, man gehört zur Gemeinschaft. Aber man kann abhängig werden.“

„Einerseits total geil, anderseits was habe ich bloss getan?“

„Ich putzte die Zähne mit extra viel Odol. Ich prüfte im Spiegel, ob ich mich verändert habe.“

„Ich bin zum ersten Mal verliebt. Oh Gott, es ist mir noch nie passiert, ich freue mich sogar auf die Schule.“

„Ich prüfe nach, ob er andere anschaut. Mich schaut er anders an.“

„Ich finde, dass er und ich, wir gut zusammen passen. Er ist vollkommen.“

„Es stellt sich die Frage. Wozu man in meinem Alter eine Beziehung haben muss. Es hält ja nicht bis ins Erwachsenenalter.“

„32. Oktober 1984 - Ein Specht und ein toter Hase. Ich furchtete mich. Ein Specht! Das ist kein Specht. Ich höre es aber klopfen. Jetzt höre ich es auch. Ich sprach: Es ist ein Buntspecht. Es ist ein Hase. Der Fall ist gelöst. Ein schönes Abenteuer.“

„Heute ist Weihnachten, eigentlich war gestern Weihnachten. Es war toll.“

„Das hier ist mein Testament, mein letzter Wille oder wie man es nennen will.“

„Meine Wunschliste: Clemens soll glücklich sein. Lass mich bitte glücklich werden. Clemens soll glücklich sein.“

„Ich dachte, dass Küssen grausig ist, aber es kommt drauf an mit wem.“

„Er ist voll lieb und halbwegs fesch. Riesen Problem: Hat eine Freundin.“

„Ich will mich nicht firmen lassen. Hilfe!“

„Übermorgen ist Papas Geburtstag. Ich habe noch kein Geschenk. Ich weiß nicht, ob er eines verdient hat.“

„Ich bin 15 1/2 Jahre alt und meine Eltern lassen mich nicht alleine zu Hause. Ich hasse meine Eltern.“

„Ich sollte mein Tagebuch besser verstecken. Denn wenn die Sorge meiner Mutter größer ist, als der Respekt meiner Privatsphäre und es zufällig Lesestoff für sie wird.“

„Weihnachten: Ich fange an, dieses Fest zu hassen.“

„Es kotzt mich alles an. Wo liegt der Sinn meines Lebens? Wer braucht mich schon? Mama und Papa, ja doch, die sind meine Eltern.“

„Ich sehe ein, dass Gudrun besser zu ihm passt.“

„Einmal kam mir die Erleuchtung, dass ich mich fast in jeden freien Jungen/Mann verliebe, weil ich die Geborgenheit suche.“

„Anderseits denke ich, vielleicht bin ich zu klug für ihn.“

„Das, was ich alles geschrieben habe, gehört der Vergangenheit an. Ich bin jetzt mit Oscar zusammen!“

Das ist doch ein schönes Ende. And the Oscar goes to …

Nächster Termin im TAG, 18.10.2020, hoffentlich bist du mit dabei!

Danke an das Publikum, die Teilnehmer*innen, das TAG, Paper Republic, Holzbaum Verlag, Moduletto und an das Leben, denn die schönsten Geschichten schreibt das Leben!

Herzlichst,

*diana*

Nachbericht_7. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_Grand Finale_4; Alois-Drasche-Park_09.09.2020

„Für Viele bedeutet verknallen Verliebtsein. Für mich bedeutet es cool sein.“

Liebes Tagebuch,

Es ist vollbracht. Wir haben unser Ziel erreicht. Das war nun eine Woche Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020. Alles ist super gelaufen, ich bin happy, aber auch sehr k.o. So ein Tagebuch Slam Marathon schlaucht dann doch.

Aber es war so schön? Was soll ich denn morgen Abend bloss machen? Ich vermisse es schon jetzt und die lieben Menschen und überhaupt alles.

Wir haben es geschafft, heute waren über 100 Leute zuhören. Yeah! Meine Heldinnen haben Standing Ovations bekommen, zu recht, sie waren ALLE 23 genial und so mutig. Chapeau und vielen Dank nochmals an alle Teilnehmerinnen und das Wir sind Wien.Festival 2020.

Wochensiegerin der Tagebuch Slams im Park: Xenia. Sie freute sich über den Regie-Sessel, weil sie wollte ja immer Regisseurin werden und hatte damals „My little creek“ gedreht. Jetzt fehlt nur noch Pacey ;-))

Constanze ist eine wilde, erotische, eigenwillige Frau mit wunderschönen Augen. Sophie hat zwar Musik geschwänzt, aber auf Koks verzichtet. Nina lebt in ihrer Welt, der Welt von Musicals und Vampiren und kommt nur zum Essen zurück in die Realität.

17 Jahre Altersunterschied: 1980, 1989, 1993, 1997. 3 sind in Wien aufgewachsen, 1 in Niederösterreich. 3 haben mit 10 und 1 mit 9 Jahren begonnen, Tagebuch zu schreiben. Alle schreiben noch in irgendeiner Form Tagebuch (Blog, Reisetagebuch, Songtexte, …). 

Zitate? Here we go …

„Habe ich wirklich keine positive Seiten? Und habe ich so hässliche Augen?“

"Ich habe übrigens einen Freund, ich könnte jeden haben.“

„Er will mit mir schlafen. Wo? Stiegenhaus, Aufzug, Telefonzelle. Darauf gingen wir ins Stiegenhaus.“

„Hat man kein Geld, dann kann man sich keine Freuden leisten. Dann kann man in kein Musical gehen.“

„Ich brauche Vampire, sie sind Bestandteil meines jungen Lebens.“

„Ich will küssen, ich will endlich erfahren, was echte Liebe ist.“

„Ich muss ihn so behandeln, wie die Anderen mich behandeln. Dulden, aber nicht überschwänglich nett sein.“

„Aber was ist die wahre Liebe? Gibt es für jeden Topf den passenden Deckel?“

„Ins schwedische Königshaus einzuheiraten, ist eine gute Idee.“

„Maxi ist mein Pacey, den ich mir immer gewünscht habe.“

„Mir ist so heiß. Gott sei Dank, bin ich kein Schneemann.“

„Er hätte beim Flaschen drehen mit ihr schmusen müssen, aber er hat es auf ein Bussi runtergehandelt.“

„Wie lange soll ich noch warten, bis ich jemanden finde, der dem würdig ist?“

„Er hat sich nicht verändert. Er hat eine andere Seite dazu gekommen, eine schlechtere Seite.“

„Er ist eben perfekt.“

„Ich will mit ihm Kinder haben, mindestens 2.“

Ich will nur mehr schlafen.

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut, auf hoffentlich bald wieder.

Kuss und Schluss,

*diana*

P.S.: Danke David Samhaber für die Assistenz!