Nachbericht_2. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_4; Alois-Drasche-Park_03.09.2020

„Ich bin keine Jungfrau mehr, vor 4 Jahren habe ich noch mit Barbies gespielt und jetzt das.“

Liebes Tagebuch,

Haben uns heute eine Sackrodel besorgt, damit wir das ganze Zeugs besser von mir daheim in den schönen Alois-Drasche-Park transportieren können. Das hat ganz gut geklappt. Eben bin ich verzweifelt, weil ich es nicht geschafft habe, die Akkus der Tonanlage aufzuladen, aber gut, dass Karin immer erreichbar ist und mir geschrieben hat, welches Kabel und wie und überhaupt. Tja, ein Festival Tagebuch Slam „Betrieb“ ist ganz was Neues für mich. Dabei war das heute der 200. Tagebuch Slam bis dato! Wow, wer hätte das je gedacht …

48 Jahre Altersunterschied, Jahrgänge: 1941, 1966, 2x 1989. 1 ist in Kärnten, 1 in Wien und 2 in Niederösterreich aufgewachsen. Wir wurden mit auf eine Italienreise genommen, haben erfahren, was einem beim Älter werden quält, durften den Schilderungen des ersten Mals lauschen und Skilager mit Schlepplift fahren war auch dabei. Eine Teilnehmerin hatte ihr erstes Mal beim Tagebuch Slam. Danke an Margit, Agnes, Alexandra und Xenia. Gratulation Xenia zum Sieg. Ihre Mama war im Publikum und sichtlich stolz auf ihre Tochter. Sie hat auch zugegeben, dass sie mal das Tagebuch von Xenia gelesen hat, weil sie sich Sorgen gemacht hat …

Natürlich gibt es wieder was zum Nachlesen:

„Ich finde die deppate Lampen nicht, die der Meinige irgendwohin gestellt hat.“

„Links bin ich derrisch. Und ich kann es mir nicht abgewöhnen, in irgendein Glaser mein Teilgebiss zu geben.“

„Liebes Tagebuch, es tut mir leid, dass ich dir nicht früher geschrieben habe, aber ich hatte keine Zeit.“

„Ich bin mit ihm Schlepplift gefahren und habe nicht gemerkt, dass er in mich verliebt ist.“

„Ich habe mit ihm ganz normal geredet, wie mit einer Freundin.“

„Im Skikurs habe ich mit 4 Buben geflirtet. Die sind alle voll nett. Außer David, der ist nur nett.“

„Clemens ist zu brav, ich meine, er hat nicht mal ein Handy.“

„Am 11. Mai um 8.30 Uhr waren wir 100 Stunden zusammen, ich habe extra ein Plakat gemalt.“

„Ich wollte in eine Disco gehen, finde aber keine.“

„Ein schöner Ober steht an der Theke.“

„Ich überlege, ob ich ihm ein Wiedersehensverbot gebe. Ich möchte sowohl ihn, als mich für die begangenen Fehler bestrafen.“

„Maxi ist mir schon auf der Schulskiwoche aufgefallen. Das ist mein Pacey.“

„Wir haben 2 ganze Stunden, den beschissenen Naschmarkt gesucht.“

„Ich bin vor einer Frau weggelaufen, weil ich geglaubt habe, es ist meine Mutter.“

„Apropos Kuss. Wie küsst man eigentlich?“

„Dann haben wir uns auf einmal abkeilt. Er keilt besser als der Andi, aber das ist nicht schwer.“

„Von jetzt an, weiß ich nur mehr von Erzählungen.“

„Ich habe das totale Gefühlschaos, ich werde mir nochmals die Tarotkarten legen.“

„Das Schicksal ist das Drehbuch, doch wer ist der Autor?“
„Ich möchte mich bei allen bedanken, die in diesem Tagebuch vorkommen, ohne sie hätte ich dieses Buch nicht schreiben können.“

„Ich möchte neben ihm im Schaukelstuhl mit falschem Gebiss sitzen.“

„Es ist also passiert. Er war unglaublich. Leon hat uns seine Wohnung geborgt. Er hatte, naja ein kleines Problem.“

„Er hat meinen Busen gesehen und ihn sogar abgeleckt. Bist du deppat, das wars dann wohl, Kindheit adé.“


Tja, es ging uns wohl als Teenager*innen alle ähnlich … hätten wir das nur damals gewusst, wäre uns einiges leichter gefallen.

Es war wie immer eine Freude. Morgen/heute folgt der 3. Streich, 3. Tagebuch Slam wieder im 4. Bezirk im Alois-Drasche-Park um 18 Uhr mit: Lore (1939), Rafaela (1984), Eva-Maria (1994), Nina (1997).

DANKE an: Wir sind Wien.Festival 2020, die das alles ermöglich.
DANKE an: David fürs Schleppen und helfen.
DANKE an: Die bis dato 465 Teilnehmer*innen, ohne euch würde es nicht gehen. Ihr Held*innen.
DANKE an: Das Publikum für euren Einsatz, eure Freude, euer Lachen und den Applaus.
DANKE an: Paper Republic, Moduletto und Holzbaum Verlag für die tollen Preise.
DANKE an: Christian. Er hat mir das Herz gebrochen und mich zum Tagebuch schreiben gebracht.

Gute Nacht oder guten Morgen, je nachdem.
Herzlichst,
*diana*

Nachbericht_1. Tagebuch Slam im Park/Wir sind Wien.Festival 2020_1;Rudolfspark_02.09.2020

„Ich könnte echt weinen, wenn ich nicht geschminkt wäre.“ 

Liebes Tagebuch,

Ich bin gerade so happy, weil der 1. Tagebuch Slam gestern so gut gelaufen ist. Habe ja fast nicht mehr daran geglaubt, dass das heuer was wird, eh schon wissen. Dann hat uns am ursprünglich geplanten 1. Termin auch noch das Wetter im Stich gelassen, aber jetzt hindert uns nichts mehr daran, täglich im Park den vielen tollen Tagebüchern zu lauschen.

Ich gebe zu, bin bissi müde. Festival eben. Und du glaubst ja nicht, was alles rundherum zu checken und vor allem zu schleppen ist. Bin so froh, dass ich die Hilfe von David habe, weil sonst würde gerade nichts gehen.

Aber zurück zum Slam gestern: 62 Besucher*innen, yeah! 4 tolle Kandidatinnen, 45 Jahre Altersunterschied: 1954, 1985, 1998, 1999. Die jüngste bisherige Teilnehmerin, die nun auch schon 21 ist, damals mit 15 am Start war und im Publikum war auch ein Teilnehmer vom 1. Tagebuch Slam ever, so schön …

2 sind in Niederösterreich aufgewaschen, 1 in Oberösterreich und 1 Wien. Die 90er Jahrgänge machten uns Angst, ihre Einträge waren recht, nennen wir es mal gewaltvoll und alkoholreich. Eine Kandidatin nahm uns mit in die 70er Jahre, Eifersucht, Affäre und Schwangerschaft. Und bei einer Kandidatin ging es um Harald, der im Publikum war und sich köstlich amüsiert hat und wieder an die Details von damals erinnert hat … es war für jede*n was dabei. 

Siegerin des 1. Park Tagebuch Slam beim Wir sind Wien.Festival 2020: Yogi, sie wird dann auch beim Grand Finale am Dienstag, 08.09.20 im Alois-Drasche-Park im 4. Bezirk nochmals lesen.


Anbei noch ein paar Zitate für dich:

„Ich musste mir am Wochenende ordentlich die Birne wegsaufen, ich hatte 8 Klopfer intus.“

„Fazit: Auch besoffen kann ich noch Prioritäten setzen und an die deutsch Hausaufgabe denken.“

„Das war möglicherweise mein peinlichster Auftritt in meiner Jugend.“

„Hatte gestern meinen Absturz meines Lebens.“

„Ich dachte so viel, konnte aber nichts von mir geben.“

„Ich übergab mich vor all diesen Menschen und gab etwas von mir. Das halte ich von euch.“

„Danke, dass ihr mir gezeigt habt, wie schrecklich das Erwachsenwerden ist.“

„Ich habe echt nicht gedacht, dass ein kaputtes Herz noch mehr gebrochen werden kann.“

„Ich liebe Roland. Ich mag Roland immer mehr. Ich habe jetzt Träume von Roland.“

„Roland geht mit Alexandra, Scheiße!“

„Heute, 14.3., war mein großer Tag. Wir schrieben einen Liebesbrief an Harald.“

„Harald sagte immer zu: Nicht gewusst.“

„Ich schreibe Harald heute wieder einen Brief, alleine.“

„Ich las den Brief in der Kirche, der Herr Pfarrer sah ihn leider.“

„Nathalie und ich haben in der Schule eine Sex-Ecke aufgemacht, wir beantworten sexuelle Fragen.“

„Ich mag ihn nicht mehr, ich bin allergisch gegen ihn.“

„Ich musste sie sehen, meine Konkurrenz, seine Frau.“

„Ich fühlte mich erbärmlich. Ich glotzte die Beiden an, bis mir die Augen weh taten.“

„K. Ist vom Urlaub zurück. Dann kam die Wendung, seine Frau geht fremd und hat ihn verlassen.“

„Ich glaube, ich bin ein bissi verliebt in einen Jungen aus der 4.!“

„Er ist nicht der Hübscheste, aber echt toll.“

„Ich werde dann jetzt ins Internet gehen.“

„Voll arg, was ich heute geträumt habe: Ich habe super arg mit Sarah Connor geschmust. Ich finde die nicht mal so sexy, aber ihr Arsch war so geil.“

Vielen DANK an das Publikum, ihr seid die Besten, egal wann, wo, immer am Start.
Vielen DANK an die Kandidatinnen, ohne euch würde es den Tagebuch Slam nicht geben, meine Heldinnen (Edith, Yogi, Julia, Nadine).
Vielen DANK an das Wir sind Wien.Festival 2020, endlich wieder eine Bühne, einfach genial, was ihr ermöglicht (Karin, Monika, Werner, …).
Vielen DANK an David fürs Schleppen, Fotografieren, Autofahren und vieles mehr.
Vielen DANK an meine Sponsoren für die tollen Preise: Paper Republic, Moduletto, Holzbaum Verlag.

Freu mich auf die nächsten 6 Abend mit euch im Park.
Kuss und Schluss,
*diana*

P.S.: Heute geht es weiter, 18 Uhr, Alois-Drasche-Park im 4. Bezirk mit Agnes, Margit, Alexandra und Xenia. 

Nachbericht_6. Tagebuch Slam_poolbar_Feldkirch_06.08.2020

„Soll ich mit ihm spielen, wie ich immer mit Männern gespielt habe? Oder soll ich wie andere Menschen eine Beziehung mit ihm führen?“ 

Liebes Tagebuch,

Es hat so gut getan, es tut so gut, über 300 Leute, an einem Donnerstag, bei strahlendem Sonnenschein um 18 Uhr in der poolbar, Vorarlberger*innen ihr seid der Wahnsinn!

Überhaupt großartig, was die poolbar für ein Konzept erarbeitet hat und wie super alles funktioniert hat. Chapeau an das gesamte poolbar Team.

Meine Held*innen auf der Bühne: Juliane, Sandra, Alina, David und Michael. Sie haben für viel Fremdschämen, Nostalgie und vor allem Lacher gesorgt. Siegerin des Abends, obwohl oder gerade weil ihr Mann meinte, das ist doch nicht lustig: Sandra. Sie hatte ihr 1x beim Tagebuch Slam und lebt in Vorarlberg. Ihre Prozentrechnungen oder Pseudonyme waren herrlich - S1H ;-)

16 Jahre Altersunterschied, 2 Vorarlbergerinnen, 2 Oberösterreicher und 1 Kärntnerin. 1. Tagebuch haben 3 von ihrer Mama bekommen und 1 Tante Gerti bzw. Tante Dani. 1. Eintrag war bei 2 mit 8 Jahren, 1 mit 10 und 2 mit 12 Jahren. Alle schreiben noch Tagebuch, yeah! 

Ein paar Zitate gibt es natürlich auch für dich:

„Ich bin unkultiviert. Das hat mein Religionslehrer zu mir gesagt.“

„Gestern Abend waren wir zelten, endlich wieder Sex.“

„Die Anderen sind in die Zelte, der Liebe frönen gegangen.“

„Er küsst wie ein überirdisches Wesen.“

„Er ist halt so arg attraktiv.“

„Er hat es auch so genoßen, er kann so was auch genießen. Es war wohl ein goldener Moment meiner Jugend.“

„Ich gehe wieder mit der Bella. Ich weiß zum 3x, aber es ist so intensiv wie noch nie.“

„Ich verrate dir mein dunkles Geheimnis. Augen zu und durch jetzt, also eh mit offenen Augen, sonst kann ich ja nicht schreiben.“

„Oh mein Gott, ich bin so im Arsch. Wie lange wird sie mir die Lüge noch glauben?“

„Verena, oh weh. Jeden Tag mit ihr spielen, mann kann sich nicht vom Schulstress erholen."

„Ich habe mit Astrid telefoniert. Ich komme mir groß vor, so wie 16.“

„Ich bin verliebt in Axel Rose. Aber das ist sinnlos. Es wird nichts aus der Liebe.“

„Wir rauchten, ich musste nicht mehr Husten. Ich habe es ja oft genug probiert.“

„Mein Bruder hat mir erzählt, dass Jan in mich verliebt ist. Dann begann ich mich in ihn zu verlieben.“

„Ich schrie: Ah, Patrick. Das klang so pervers.“

„Einmal berührte er meine Finger (so weich).“

„Ich brauche ihn, aber er mich nicht. Lieber Gott, hilf mir, dass er mit mir küsst.“

„Ich muss sagen, ich kann nicht küssen.“

„Wie geht es dir? Mir geht es schlecht. Weißt du wieso? Nicht? Weil ich noch kein Handy habe und Nicole schon. Aber dafür habe ich heute ein Fahrrad bekommen.“

„Bei mir hat es gefunkt. Am Mittwoch, 16. Mai um 16.37 Uhr in der Theaterstunde.“

„Und da passierte es, als ich mit ihr in der Klasse war, da verliebte ich mich in Ricarda.“

„Ich erzähle dir jetzt, wie ich fast mein 1x hatte. Damit ich es später noch weiß, weil ich finde, das ist sehr wichtig.“

„Der heutige Tag, wird wohl länger in meiner Erinnerung bleiben.“

„Der Bruder meines Herzensjunge ist sehr hübsch.“

„Ich hasse Alex. Sie ist ein riesiges Arschloch. Sonst gibt es nicht Neues.“

„Eigentlich bekomme ich bald ein Handy. Aber Opa will in den Urlaub fahren. Ich will nicht in den Urlaub, ich will ein Handy!“

„Ich glaube ganz Linz hat mich nackt gesehen, auch Babsi. Ich habe Angst, dass sie jetzt nicht mehr mit mir gehen will.“

„Hallo Tagebuch, Entwarnung, wir sind noch zusammen.“

„Er hat mir gesagt, dass ich nicht die Figur für eine Prostituierte habe.“

„Schlimmster Tiefpunkt des Tages: Als ich die Zitrone fallen lies.“

„Ich habe einem Gast aus Versehen ein rohes Ei gebracht, es war so peinlich.“

„Jetzt bin ich 1 Monat und 1 Tag mit 1 Mann zusammen. M1W.“

„Aber wie immer, wenn sich Sandra verliebt, gibt es einen Hacken. Er liebt mich nicht.“
„Aufjedenfall will ich mit ihm schlafen, ich kann viel von ihm lernen.“

„Ich kann nicht beim 1x mit ihm schlafen. Wobei Prinzipe sind Hinternisse in deinem schwungvollen Leben.“

„Jetzt bin ich alleine und denke mir, der Nächste kommt bestimmt.“

„Ich rede mit Gott. Ich bin alleine. Kannst du dir vorstellen, dass ich mit einer Person rede, die es nur in der Fantasie von Schwachköpfen gibt?“

AMEN!

Es war mir eine Freude und wie.

Ich wünsche euch einen wunderschönen August und ich freu mich auf ein Wiedersehen in der poolbar 2021.

Kuss & Schluss,

*diana*