Nachbericht_6. Tagebuch Slam_poolbar_Feldkirch_06.08.2020

„Soll ich mit ihm spielen, wie ich immer mit Männern gespielt habe? Oder soll ich wie andere Menschen eine Beziehung mit ihm führen?“ 

Liebes Tagebuch,

Es hat so gut getan, es tut so gut, über 300 Leute, an einem Donnerstag, bei strahlendem Sonnenschein um 18 Uhr in der poolbar, Vorarlberger*innen ihr seid der Wahnsinn!

Überhaupt großartig, was die poolbar für ein Konzept erarbeitet hat und wie super alles funktioniert hat. Chapeau an das gesamte poolbar Team.

Meine Held*innen auf der Bühne: Juliane, Sandra, Alina, David und Michael. Sie haben für viel Fremdschämen, Nostalgie und vor allem Lacher gesorgt. Siegerin des Abends, obwohl oder gerade weil ihr Mann meinte, das ist doch nicht lustig: Sandra. Sie hatte ihr 1x beim Tagebuch Slam und lebt in Vorarlberg. Ihre Prozentrechnungen oder Pseudonyme waren herrlich - S1H ;-)

16 Jahre Altersunterschied, 2 Vorarlbergerinnen, 2 Oberösterreicher und 1 Kärntnerin. 1. Tagebuch haben 3 von ihrer Mama bekommen und 1 Tante Gerti bzw. Tante Dani. 1. Eintrag war bei 2 mit 8 Jahren, 1 mit 10 und 2 mit 12 Jahren. Alle schreiben noch Tagebuch, yeah! 

Ein paar Zitate gibt es natürlich auch für dich:

„Ich bin unkultiviert. Das hat mein Religionslehrer zu mir gesagt.“

„Gestern Abend waren wir zelten, endlich wieder Sex.“

„Die Anderen sind in die Zelte, der Liebe frönen gegangen.“

„Er küsst wie ein überirdisches Wesen.“

„Er ist halt so arg attraktiv.“

„Er hat es auch so genoßen, er kann so was auch genießen. Es war wohl ein goldener Moment meiner Jugend.“

„Ich gehe wieder mit der Bella. Ich weiß zum 3x, aber es ist so intensiv wie noch nie.“

„Ich verrate dir mein dunkles Geheimnis. Augen zu und durch jetzt, also eh mit offenen Augen, sonst kann ich ja nicht schreiben.“

„Oh mein Gott, ich bin so im Arsch. Wie lange wird sie mir die Lüge noch glauben?“

„Verena, oh weh. Jeden Tag mit ihr spielen, mann kann sich nicht vom Schulstress erholen."

„Ich habe mit Astrid telefoniert. Ich komme mir groß vor, so wie 16.“

„Ich bin verliebt in Axel Rose. Aber das ist sinnlos. Es wird nichts aus der Liebe.“

„Wir rauchten, ich musste nicht mehr Husten. Ich habe es ja oft genug probiert.“

„Mein Bruder hat mir erzählt, dass Jan in mich verliebt ist. Dann begann ich mich in ihn zu verlieben.“

„Ich schrie: Ah, Patrick. Das klang so pervers.“

„Einmal berührte er meine Finger (so weich).“

„Ich brauche ihn, aber er mich nicht. Lieber Gott, hilf mir, dass er mit mir küsst.“

„Ich muss sagen, ich kann nicht küssen.“

„Wie geht es dir? Mir geht es schlecht. Weißt du wieso? Nicht? Weil ich noch kein Handy habe und Nicole schon. Aber dafür habe ich heute ein Fahrrad bekommen.“

„Bei mir hat es gefunkt. Am Mittwoch, 16. Mai um 16.37 Uhr in der Theaterstunde.“

„Und da passierte es, als ich mit ihr in der Klasse war, da verliebte ich mich in Ricarda.“

„Ich erzähle dir jetzt, wie ich fast mein 1x hatte. Damit ich es später noch weiß, weil ich finde, das ist sehr wichtig.“

„Der heutige Tag, wird wohl länger in meiner Erinnerung bleiben.“

„Der Bruder meines Herzensjunge ist sehr hübsch.“

„Ich hasse Alex. Sie ist ein riesiges Arschloch. Sonst gibt es nicht Neues.“

„Eigentlich bekomme ich bald ein Handy. Aber Opa will in den Urlaub fahren. Ich will nicht in den Urlaub, ich will ein Handy!“

„Ich glaube ganz Linz hat mich nackt gesehen, auch Babsi. Ich habe Angst, dass sie jetzt nicht mehr mit mir gehen will.“

„Hallo Tagebuch, Entwarnung, wir sind noch zusammen.“

„Er hat mir gesagt, dass ich nicht die Figur für eine Prostituierte habe.“

„Schlimmster Tiefpunkt des Tages: Als ich die Zitrone fallen lies.“

„Ich habe einem Gast aus Versehen ein rohes Ei gebracht, es war so peinlich.“

„Jetzt bin ich 1 Monat und 1 Tag mit 1 Mann zusammen. M1W.“

„Aber wie immer, wenn sich Sandra verliebt, gibt es einen Hacken. Er liebt mich nicht.“
„Aufjedenfall will ich mit ihm schlafen, ich kann viel von ihm lernen.“

„Ich kann nicht beim 1x mit ihm schlafen. Wobei Prinzipe sind Hinternisse in deinem schwungvollen Leben.“

„Jetzt bin ich alleine und denke mir, der Nächste kommt bestimmt.“

„Ich rede mit Gott. Ich bin alleine. Kannst du dir vorstellen, dass ich mit einer Person rede, die es nur in der Fantasie von Schwachköpfen gibt?“

AMEN!

Es war mir eine Freude und wie.

Ich wünsche euch einen wunderschönen August und ich freu mich auf ein Wiedersehen in der poolbar 2021.

Kuss & Schluss,

*diana*

Nachbericht_19. Tagebuch Slam_St. Pölten_29.07.2020

„Entschuldige, habe vergessen fertig zu schreiben vom letzten Tag und der Heimreise. Sind heimgefahren.“

Liebes Tagebuch,

Ich war endlich wieder in St. Pölten! Ja, ich weiß, einige mögen die Stadt (oder würden dazu eher Dorf sagen) nicht, aber ich mag St. Pölten. Ich habe immer sehr nette Abend dort, möchte ich nicht missen. Es war mein 19. Tagebuch Slam im Cinema Paradiso, dieses Mal direkt am Rathausplatz, Openair, herrliches Ambiente, tolle, große Bühne (da hatte am Tag nach mir Lukas Resetarits einen Auftritt). 

Und das Publikum ist auch gekommen. Darauf ist in St. Pölten auch immer Verlass, danke dafür. Das Lineup war großartig, 30 Jahre Altersunterschied, 3 haben mit 10 Jahren begonnen und eine mit 14 Jahren Tagebuch zu schreiben. Aufgewachsen sind 2 in Wien, 1 in Oberösterreich und 1 in St. Pölten. Das war aber noch nicht genug, der Mann der Teilnehmerin hat an diesem Tag seinen Geburtstag und die 15 jährige Tochter war auch noch im Publikum, die habe ich gleich als Glücksfee eingesetzt … weil sie sich so geschämt hat, dass die Mama auf der Bühne ist. Irgendwann wird sie feststellen, wie cool ihre Mama ist … 

Genug. Zeit für Zitate. Danke an Sophie, Xenia, Ursula und Gratulation an den Sieger David.

„Zuhause: Warum redet die Mama mit der Kathi wie mit Engelszungen, mit mir ganz normal und mit dem Papa so, als wäre er ihr Sklave?“
„Ich hasse den Phillip. Er ist schlimmer als die Pest. Ich hasse ihn. Ich hasse ihn! Er ist ein Arschloch. Sohn des Judas! Aber sonst ist es sehr schön. Ich bin glücklich.
„Ich bin nicht mehr Christinas beste Freundin. Sie will jetzt neutral sein. Sie will nicht, dass Antonia und ich streiten. Ich habe keine beste Freundin mehr. Sie hat sozusagen mit mir Schluss gemacht. Ich hasse mein Leben.“
„Ich schwänze gerade zum ersten Mal Schule (Musik) und es ist ein furchtbares Gefühl. Ich habe so ein schlechtes Gewissen! Schamlos habe ich den Lehrer und die liebe Sekretärin Schwester Susanne angelogen. Es tut mir so leid. Ich hab gesagt, dass mir schlecht ist. Es ist furchtbar, zu sündigen.“
„Aber das Beste kommt noch: Als er sich von allen verabschiedete, sagte er zu allen: „Tschüss“, nur zu mir sagte er: „Tschüss, Xenia!“ Und dann ging er dahin ... langsam verschluckte ihn der dichte Nebelschleier.“
„Er hat meinen Busen gesehen! Und ihn sogar abgeleckt. BIST DU DEPPAT! Das wars dann wohl … Kindheit ade!“
„Wir kommen vielleicht ins NEWS. Solche Fotografen haben für eine Reportage (Alkoholkonsum bei 12-14 jährigen) Foto von uns gemacht … mit Bierflaschen in der Hand. Voll gestellt. Aber wenigstens haben wir gratis Ottakringer gekriegt.“
„Heute wars wieder sooo geil mit M. Dieses mal sind wir auf seinem Bett gelegen und haben gefummelt. Aber was neu war: Er hat meinen BH geöffnet!!! Aaaah!!! Und nachher hat er sich dafür entschuldigt! Süüüüß! Es war so geil. Ich hoffe, dass wir die Banane bald durchziehen können. Und ich hoffe, dass die Matheschularbeit am Dienstag nicht zu schlimm wird.“
„Mir wird immer schlecht, wenn ich ihn sehe. Ist das Liebe?"
„Es fällt mich so an. Peter liest fremde Tagebücher und nur Mickey Maus. Er ist ein riesen Trottel und das alles werde ich seiner Zukünftigen sagen. Der findet höchstens eine ganz Deppate.“
„Der konnte vielleicht küssen. Das war echt atemberaubend. Nach dem Film begleitete er mich heim und wir gingen Hand in Hand.. (Ach, war das schön!).“
„Es war super! Unsere Lippen hätte man auswinden und weghauen können.“
„Plötzlich fing er wieder an, mich wie irre zu küssen. Hui, war der stürmisch. Der wurde immer feuriger (hatte ja echtes arabisches Blut in den Adern) und da konnte ich nicht widerstehen.“
„Und so ist es eben passiert. Aber er war so zärtlich, es tat gar nicht weh und ich habe nur leicht geblutet. Aber das war ein Gefühl so leicht und unbeschreiblich, einfach irre. Und er hat mich gestreichelt und immer wieder geküsst. War so super! Verwendet hatten wir nichts und ich hatte echt Angst, dass etwas passiert sei, aber zum Glück war alles in Ordnung. Er wird für mich unvergesslich sein.“
„Morgen fahren wir auf Landschultage nach Bad Ischl. Alle sind schon sehr aufgeregt. Aber ich freue mich schon sehr auf den Urlaub von der Mama. Sie hat mir dich gekauft. Das reicht schon als Beweis, wie peinlich sie ist. Außerdem hat sie meinen Koffer gepackt und mir eine schiache optische Sonnenbrille gekauft. Nur, weil ich 4 1/2 Dioptrien habe, heißt das nicht, dass ich blind bin, Mama. Werd erwachsen. Die ist so schiach.“
„Gestern hab ich übrigens die Sonnenbrille gemeint, nicht die Mama mit dem schirch sein. Aber egal. Habe die Sonnenbrille eh zu Hause vergessen… Upps =)“
„Wir sind heute mit dem Zug in der Früh nach Bad Ischl gefahren. Eigentlich hätten wir heute um 8 Uhr Turnen gehabt. Aber wir sitzen im Zug. Das Leben ist schön.“
„OH MEIN GOTT!!!!!!!!! MAMA HAT MIR DIE OPTISCHE SONNENBRILLE NACHGEBRACHT!!!!!!!“
„Ich habe heute zum ersten Mal sein Pfeiferl berührt.“
„Ich bin keine Jungfrau mehr, voll unpackbar, vor 4 Jahren habe ich noch mit Barbies gespielt.“
„Der Bus wird kommen. Zwischen Bahnsteig 15 und 24. Das beruhigt mich. Ja, eh, Schaß im Wald.“
„Die Christina ist mir ein Rätsel: Sie hat am Donnerstag angefangen, zu lernen, und ist schon viel weiter als ich. Ich versteh das nicht! Ich habe drei Tage früher begonnen und bin noch nicht einmal ansatzweise fertig. Wie geht das, dass sie schon fertig ist?“
„Die Lisa hat ja letztens gefragt, ob ich vorhabe, ins schwedische Königshaus einzuheiraten. Heute habe ich wieder darüber nachgedacht: Ich finde, das ist eine gute Idee! Dann hätte ich nie mehr finanzielle Sorgen, sondern könnte in Ruhe herumforschen und lesen und studieren, wo ich wollte, in aller Ruhe. Das wäre fantastisch! Ich habe mich schon schlau gemacht: Der schwedische Kronprinz heißt Carl Philip und sieht sehr gut aus. Aber er scheint schon über 20 zu sein… Na egal.“
„Lange haben wir aber eh nicht gespielt, weil die Sabsi zur Marie-Mama gegangen ist und gepetzt hat, dass der Max und die Marie Hosensex gemacht haben.“
„Und heute hat mir der Benni das Wichsen gelernt. Er hats mir gestern am Abend im Zimmer schon gesagt, dass er es mir lernt, aber er hat gesagt, es ist im Zimmer zu gefährlich, falls Mama oder Papa reinkommen. Darum hat er es mir heute erklärt, wie es geht. Haben uns im Müllraum versteckt. Ich bin bei der Türe gestanden und hab aufgepasst, dass keiner kommt und der Benni hat hinten bei der Biotonne gewichts. Er hat gesagt, man kann auch runterholen sagen. Ich hab nicht gewichst. Werde das auch sicher nie machen, wenn ich mich jedes Mal im Müllraum verstecken muss. Ich habs nur probiert, aber der Benni hat gesagt, ich bin wahrscheinlich noch zu jung. Er hat mir gesagt, ich darf das kein
em sagen. TOP SECRET!“

Schön, dass so viele Teilnehmer*innen ihre innersten Geheimnisse mit uns teilen und uns immer wieder so herzhaft zum Lachen bringen, ihr seid die Besten!
Danke an das Cinema Paradiso, ich bin so gerne bei euch und freu mich auf das nächste Mal. Nun aber einen wunderbaren Sommer, so wie früher, unendlich lange und entspannend.

Herzlichst,
*diana*

Nachbericht_4. Tagebuch Slam @USUS am Wasser_26.07.2020

„Ich habe sein Herz gebrochen und finde das furchtbar lustig.“ 

Liebes Tagebuch,

Ich bin schon jetzt ganz traurig, weil das war am Sonntag der letzte Tagebuch Slam im USUS am Wasser. Aber ich kann dich beruhigen, nächsten Sommer wird es eine Fortsetzung geben. Trotzdem, was soll ich bloss diesen Sonntag machen?

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut! Ein super schöner Ort, tolle Teilnehmer*innen, ein fantastisches Publikum und ENDLICH wieder AUSVERKAUFT. Ich war/bin so happy!

36 Jahre Altersunterschied, 4 Frauen, 2 Siegerinnen der Vorrunden, 2 Niederösterreicherinnen, 1 Tirolerin, 1 Oberösterreicherin, 1. Eintrag mit 8, 9, 13 und 14 Jahren.

Gratulation an die Siegerin in der 2. Woche in Folge: Tamara. Extra aus Tirol angereist, hat ihre Evi Geschichte ausgepackt. Unsere Vampirin Nina hätte gerne im 18. Jahrhundert gelebt, Roswitha hat uns vom Sommerurlaub 1977 in Kärnten berichtet und Kerstin mit ihrem Stalker abgerechnet.

Wie das alles geklungen hat?

„Ich werde Thomas Pochert jetzt einen Nachruf schreiben. Denn mit ihm verlor das Musical einen großartigen Künstler.“

„Wie sehr fehlt mir dein kräftiger Biss. Ja, du hast dich in mein Herz gesungen und darin verbissen.“

„Ist es falsch, dass ich nicht Tag ein Tag aus an all die Armut und all den Krieg auf der Welt denke? Meine Eltern glauben ich lebe ohnehin nur in meiner eigenen Welt. Sie glauben, mein ganzes Leben besteht nur aus Vampiren. Ja, ich liebe Vampire, ich liebe sie über alles. Was sie tun und können fasziniert mich. Aber nicht etwa Vampire, die in der Sonne funkeln wie Sterne, oder Vampire, die nur in Märchen leben. Nein, mich interessieren jene, die es in Rumänien zu geben scheint, mich interessieren jene, die keine Hemmungen und Gefühle kennen, die grausam und bestialisch sind, deren Verführungskunst zum Tode dich leitet, die dich mit Rosen beschenken können, während sie dich an einem anderen Tag töten. Meine Eltern glauben, das ist nicht normal.“

„Wir sind in Klagenfurt. Wir haben bereits Kontakt zur Rauschgiftszene aufgenommen. Sind nur beim Lindwurm gesessen und da kommen solche Typen vorbei.“

„Helmut, er ist schon gesessen, arbeitslos und ernährt sich von Liebe.“

„Doris und hauptsächlich ich haben ihn angelächelt. Er hat zurück gelächelt.“

„Dann sind wir in seine Wohnung. Haben uns köstlich unterhalten. Es ist übrigens natürlich nichts passiert.“

„Liebes Tagebuch, halte dich fest, wir haben gestern halbwegs akzeptable Burschen kennen gelernt.“

„Wir Frauen spüren doch, wenn wir von Jungs angestarrt werden.“

„Wenigstens hat Petra nicht mehr Busen, als ich. Kann ja noch werden, ich bin ja noch jung.“

„Ob er auf eine 14 jährige stehen könnte? Also auf mich. Ich habe bestimmt andere Qualitäten. Mir fällt gerade keine ein.“

„Liebes Tagebuch, ich habe gestern geknutscht, so richtig, mit Zunge. Es war eine ziemlich feuchte Partie.“

„Wenn ich nicht weiter in dich schreibe, bin ich sicher tot.“

„Rot ist die Farbe der Liebe, aber bitte sag mir, was hat die Regel mit Liebe zu tun?“

„Da ich dich leider daheim vergessen habe, muss ich auf diesen Fresszettel schreiben.“

„Beim Blues tanzen hat er mir die ganze Frisur zerdrückt, so eng haben wir getanzt.“

„Dann hat er mich mit dem Moped (Honda) heim gebracht. Er fährt sehr vorsichtig, was nicht heißen soll langsam.“

„Der 2. Kuss war besser, jetzt will ich sofort wieder.“

„Wir hatten äußerst wenig Abstand (Ehrenabstand). Wir haben nichts geredet, nur geschmust. Naja, man schweigt.“

„Vor seiner Matura kann ich auch nicht Schluß machen. Er ist depressiv und liest Kafka.“

„Seine Gedankengänge sind sehr kompliziert. Egal, das Essen war gratis.“

„Er wollte im Kino tatsächlich meine Hand greifen. Igitt.“

„Ich will nichts wissen von facebook, von lauter, neumodischer Disco-Musik, die nichts ist, als ein künstlicher, maschineller Krach. Nichts von Alkohol mit fünfzehn, nichts von Ausweisfälschung, jeglichem anderen Betrug und von Drogen. So etwas macht doch die Jugend heute, was versäume ich also, zu wem soll ich mich gesellen? Ich bin lieber allein, als das gegen meinen Willen ertragen zu müssen! Doch eines muss ich auch gestehen: Ich habe Angst überzeugt zu werden von einer Welle an Pro-Argumenten, die mich dazu zwingen mich der Gegenwart zu beugen, mich ebenfalls in der Schule zu schminken und mir facebook auf meinem Computer zu installieren; mich in Gefahr zu bringen und mich verführen und kontrollieren zu lassen von dieser teuflischen Datenspeichermaschine! Ich will nicht überzeugt werden! Ich folge meinem eigenen Leben und tue das, was ich für richtig halte. Wozu habe ich meine Traumwelt, wenn ich sie nicht genießen kann? Ja, ich weiß, wenn ich weiter so denke, wird mir nie jemand helfen können. Ich kenne niemanden, der meinem Ideal auch nur im Entferntesten entsprechen würde, keinen, der sich einer strengen Prüfung wie der meinen unterziehen könnte. Niemand würde siegen, denn niemand hat auch nur halb so viel Würde, Ehre, Benehmen und Anstand, wie ein Jemand aus dem achtzehnten Jahrhundert.“

„Seas Tagebuch, kennst du mich noch?“

„Vielleicht lasse ich sie in mein Freundebuch schreiben, das entscheide ich übermorgen.“

„Heute bin ich beim Sesseltanz kurz auf Marcel gesessen. Es fühlte sich gut an.“

„Und er hat mich und ich ihn geküsst. Aber nur auf die Hand.“

„Marcel ist ein gemeines Schwein. Man kann nicht früh genug lernen, dass Buben selten nur die Hand küssen wollen.“

„Ich bin jetzt 16, da geht was.“

Und ich bin jetzt müde, ich geh ins Bett.

Kuss und Schluss,

*diana*